Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochenkolumne
Glasfaserausbau: Highspeed
Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Und die ist beim Glasfaserausbau in der Verbandsgemeinde (VG) Leiningerland dringend nötig. Schäden an Gehwegen und Privathöfen sind bisher das Ergebnis der Arbeiten. Auf schnelles Internet warten einige Bürger seit einem Jahr. Da galt es bei einem Treffen der politisch Verantwortlichen mit Vertretern des Telekommunikationsunternehmens Inexio und Baupartner Con-e am Mittwoch zunächst, die Wogen zu glätten. „Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert“, stellte Volker Balbach-Scheufen, Projektsteuerer bei Con-e, fest. Und: „So können und wollen wir nicht bauen.“ Damit gemeint ist die Arbeitsweise vorheriger Baupartner der Firma Deutsche Glasfaser, deren Wirken die VG dazu gebracht hatte, einen flächendeckenden Baustopp zu verhängen. Seit April sind Inexio und Deutsche Glasfaser fusioniert. „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt“, versprach Balbach-Scheufen. Man habe den Ausbau in der VG unterschätzt.
Wann genau an welchen Adressen die heißersehnte hohe Bandbreite kommt, ist offen. Die Ortsgemeinden werden nacheinander abgearbeitet, hieß es. Durch den Baustopp haben einige Deutsche-Glasfaser-Kunden derzeit zwar einen fertigen Hausanschluss – aber trotzdem kein schnelles Internet, weil es noch Lücken innerhalb des Kabelnetzes gibt. Den gebeutelten Kunden von Deutsche Glasfaser soll laut Inexio als erstes geholfen werden. Aus Unternehmenskreisen hieß es am Freitag, einige sollen bereits in vier bis acht Wochen mit Highspeed surfen können. Sicher ist: Worte sagen viel, Taten die Wahrheit. Stefanie Brunner
Radweg: Schneckentempo
„Radweg zwischen Eppstein und L 527 kommt voran“: Diese frohe Botschaft flatterte am Donnerstag ins Redaktions-Postfach. Hoppla, da wird sich doch nicht plötzlich wirklich was getan haben bei diesem seit Jahren liebevoll gehegten Projekt? Tatsächlich entpuppt sich die blumige Mitteilung bei näherem Hinsehen dann aber doch als ziemliche Luftnummer. Verkehrsstaatssekretär Andy Becht (FDP) kündigt an, was eigentlich schon für Ende 2020 in Aussicht gestellt war: „Die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren werden noch in diesem Jahr vorliegen.“ Wann Baurecht vorliegen soll, das kann auf Nachfrage keiner sagen – geschweige denn, wann tatsächlich gebaut wird. Die ausführliche Erläuterung aus dem Mainzer Verkehrsministerium lässt sich aber grob so zusammenfassen: Es wird weiter dauern. Sonja Weiher