Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rück-Spiegel – die Wochenkolumne

Modisch in Szene gesetzt: Das neue Drogerie-Sortiment im Kaufhaus Birkenmeier.
Modisch in Szene gesetzt: Das neue Drogerie-Sortiment im Kaufhaus Birkenmeier.

Toilettenpapier: Schick

Eine Familienpackung Toilettenpapier war im vergangen Frühjahr ungefähr so begehrt wie die berühmte Handtasche, die die Edel-Modemarke Hermès in den 80er-Jahren für die britisch-französische Schauspielerin Jane Birkin entwarf und auf die Kundinnen aus aller Welt heute bis zu drei Jahre warten. Insofern ist es nur folgerichtig, dass das Frankenthaler Kaufhaus Birkenmeier die in Klarsichtfolie geschweißten Rollen ins Rampenlicht rückt. Zwischen der aktuellen Frühjahrsmode findet sich nun Flauschiges, mehrlagig. Neben modischen Überlegungen spielt bei dieser Sortimentserweiterung allerdings ein ganz praktischer Aspekt eine wichtige Rolle. Um die Innenstadt lebendig und das Kaufhaus in der Corona-Pandemie weiter täglich von 10 bis 18 Uhr offen zu halten, verkaufen die Inhaber Monika und Mike Burkhardt nun auch Drogerieartikel. Schließlich würden umgekehrt zurzeit viele Menschen neben Lebensmitteln Produkte in Supermärkten kaufen, für die sie sonst in die Geschäfte der Innenstadt gekommen seien. Und eine frisch geputzte Brille schadet sicher auch nicht beim Kleiderkauf. Sonja Weiher

Corona-Regeln: Schwierig

Die FWG hat mit ihrer Forderung nach mehr Kontrollen eine Empfindung in der Stadt aufgegriffen, die auch in einigen Leserbriefen an die RHEINPFALZ zum Ausdruck gekommen ist: Die Frankenthaler fühlen sich unwohl, wenn sie an einigen Stellen in der Innenstadt beobachten, wenn sich Mitbürger aus ihrer Sicht nicht an die geltenden Corona-Regeln halten. Insofern kann man jetzt durchaus diskutieren, ob sich die Verwaltung besonders geschickt verhält, wenn sie diese vermeintlichen Verstöße kleinredet. Der Mensch ohne Maske könnte ein ärztliches Attest haben. Die Gruppe am Rathausplatz könnte ein Hausstand sein. Es könnte – um mal hübsch im Konjunktiv zu bleiben – aber auch ganz anders sein. Am Ende des Tages ist es mit den ganzen Corona-Verordnungen ein kleines bisschen wie bei kleinen Hunden: Wer Regeln vorgibt, sich dann aber nicht um deren Einhalten kümmert, der kann es gleich ganz lassen. Jörg Schmihing

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