Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochenkolumne
Strohhutfest: Laufend helfen
Dieses Jahr ist alles anders. Wie zu erwarten, fällt das Strohhutfest – von seiner derzeit stattfindenden digitalen Variante einmal abgesehen – komplett aus. Alles andere wäre wohl kaum zu verantworten gewesen. Auch der sportliche Aspekt, gemeint ist nicht die Schorletour von Stand zu Stand – kommt insofern ein wenig zu kurz. Die Parteifreunde Christian Baldauf und Bernd Knöppel machen nun aber aus der Not eine Tugend und absolvieren am Sonntag gemeinsam ihren fast privaten Strohhutfestlauf. Der CDU-Landtagsabgeordnete und der Bürgermeister werden das aber nicht nur der persönlichen Fitness halber tun, sie wollen sozusagen laufend helfen. Beide werben deshalb um Spenden für den Kinderschutzbund, der üblicherweise von den Startgeldern profitiert. Eine hübsche Idee. Wer Spaß daran findet, kann den Herren am Sonntag in den sozialen Netzwerken beim Rennen zusehen. Noch besser freilich wäre: selbst lostraben.
Stadtrat: Laufend fragen
Es ist die höchste Aufgabe der politischen Gremien, die Stadtverwaltung in ihrem Tun und Handeln kritisch zu begleiten und zu kontrollieren. Im richtigen Moment die richtigen Fragen zu stellen, ist dabei die Kunst. Der eine beherrscht sie intuitiv, der andere zeigt taktische Schwächen. Und manchmal liegt man eben ganz daneben – wie die CDU beim Thema Schankerlaubnissteuer, deren Abschaffung sie in der jüngsten Stadtratssitzung gefordert hatte. Tatsächlich liegen die Einnahmen aus dieser Abgabe entgegen der christdemokratischen Arbeitshypothese deutlich höher als die Kosten. Ein bisschen von der Realität überholt wurde auch die Anfrage für den Haupt- und Finanzausschuss, ob denn das Strandbad (wie vom Land erlaubt) zum 27. Mai öffnen könne. Die Antwort lautet, wie bereits berichtet: Nein! Aber Fragen kostet ja nichts. Jörg Schmihing