Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochen-Kolumne
Polizei: Versichert
Die Bilder der Silvesternacht in Berlin, als Einsatzkräfte mit Böllern beschossen und angegriffen worden sind, stecken vielen, die ehrenamtlich und professionell für die Sicherheit ihrer Mitbürger aktiv sind, noch ziemlich in den Knochen. Da tut es gut, wenn es statt Häme, Blockade und Gewalt zur Abwechslung mal Wertschätzung gibt – wie diese Woche bei der Polizei in Frankenthal. Da waren nämlich Mädchen und Jungen der städtischen Kindertagesstätte Carl-Spitzweg-Straße zu Besuch in der hiesigen Inspektion. Deren Verkehrssicherheitsberater, die unter anderem Grundschülern sicheres Radeln beibringen, übernehmen nämlich noch regelmäßig die Aufgabe, Kita-Gruppen aus Frankenthal und dem Umland die Dienststelle zu zeigen. Und alles was da so an Spannendem zu entdecken ist: die Fahrzeuge beispielsweise oder die Gewahrsamszellen. Die Liste der Einrichtungen, die sich für einen solchen Ausflug interessieren ist nach Auskunft eines Sprechers der Inspektion, durchaus lang.
Nach der aktuellen Führung gab es jedenfalls ein besonderes Dankeschön. Die Kinder hatten mit ihren Erzieherinnen eine Collage gebastelt, auf der sie sich für die Arbeit der Beamten erkenntlich zeigten. Dafür „dass ihr Diebe fangt“, „dass ihr Mama und Papa wiederfindet“, „dass ihr die Bösen ins Gefängnis bringt“ und – na klar – für „die kleinen Geschenke“. Neben der Idee, bei den Kleinen ein positives Bild von sich und ihrer Arbeit zu vermitteln, denkt die Polizei aber offenbar auch schon an die Zukunft. Beim Kurznachrichtendienst Twitter endete die Würdigung der kreativen Leistung der Kinder mit dem Wunsch: „Vielleicht sitzt der ein oder andere ja in 15 Jahren neben uns im Streifenwagen.“ Jörg Schmihing
Kicken: Verboten
Ein eingezäunter Platz, rötlich-brauner Sand mit zwei Toren, auf dem Fußballspielen verboten ist: Diese kuriose Ausschilderung am Bolzplatz in der Riedstraße in Heßheim hat dieser Tage für Verwunderung auf Facebook gesorgt. „Wo ist hier die Logik?“, fragte eine Nutzerin der Gruppe Dorfgeschehen VG Lambsheim-Heßheim und löste damit ein gutes Dutzend Kommentare aus. Spekuliert wurde etwa, ob damit vielleicht Handball gefördert werden soll oder wegen der Verletzungsgefahr nur Softbälle verwendet dürften. Einige Kommentatoren witterten gar eine generell kinderfeindliche Haltung hinter der Aktion. Bis sich schließlich Ortsbürgermeister Holger Korn (SPD) in die Debatte einschaltete: Die neue Ausschilderung sei schlicht ein Fehler gewesen und werde umgehend entfernt. So einfach kann’s manchmal sein. Sonja Weiher