Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochen-Kolumne
Feuerwehr: Vorbild
Hin und wieder schlicht und einfach Danke sagen – das schadet ja grundsätzlich mal gar nichts. Und so hat sich die Stadtverwaltung stellvertretend für viele andere engagierte Menschen dieser Tage mit einer Bilderserie bei Facebook und Instagram bei einer ganzen Reihe von Personen bedankt, die in den zurückliegenden Wochen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Besonderes geleistet haben: im Betrieb der seit Donnerstag geschlossenen Fieberambulanz an der Stadtklinik oder beim massenhaften Anfertigen von Masken. Diese Liste ließe sich natürlich jederzeit verlängern, denn angepackt haben in Frankenthal ganz viele – beispielsweise auch die Feuerwehrleute, wo immer sie gebraucht wurden. Die Brandschützer hatten dann aber offenbar selbst das große Bedürfnis, den Dank an alle fleißigen Helfer in der Stadt auf ganz spezielle Art und Weise zurückzugeben: Mit Schläuchen legten sie auf dem Platz vor der Hauptfeuerwache am Nordring das Wort Danke aus – inklusive Ausrufeherzchen. Fotografiert wurde das Ganze dann spektakulär vor der Kulisse zweier Einsatzfahrzeuge. Wozu so eine Drehleiter alles zu gebrauchen ist – klasse!
Strandbad: Vorsicht
Die Zweifel waren groß, die Hindernisse wirkten gewaltig, als sich der Haupt- und Finanzausschuss im Mai mit einer Öffnung des Strandbads in diesem Sommer beschäftigte. Klar war da schon: Zum von der Landesregierung ausgerufenen Termin zum Ende des Vormonats wird es nicht klappen. Keiner der Verantwortlichen – weder Oberbürgermeister Martin Hebich noch Stadtwerke-Chef Thomas Bollheimer – vermittelte zu diesem Zeitpunkt den Eindruck besonderer Euphorie mit Blick auf einen Saisonstart unter Corona-Bedingungen. Dennoch wurde die Zeit bis zur Aufsichtsratssitzung am Mittwoch genutzt, um ein solides Konzept auf die Beine zu stellen. Natürlich wird es viele Kritiker geben, die daran etwas auszusetzen haben: Dem einen werden die Zeiten nicht in den Kram passen, dem anderen sind dafür die Blöcke zu kurz oder die Pausen dazwischen zu lang. Wieder andere werden sich an der Tatsache stören, dass Eintrittskarten nur über das Internet zu bekommen sind. Und natürlich sind spielende Kinder mit anderthalb Meter Sicherheitsabstand in der Piratenbucht immer noch eine skurrile Vorstellung. Aber unterm Strich haben sich die Stadtwerke bemüht, für viele Frankenthaler (und möglicherweise auch gar nicht so wenige Ludwigshafener) etwas hinzubekommen, das sich wenigstens ein bisschen nach Urlaub anfühlt. Sie hätten sich’s auch einfacher machen können und das Strandbad überhaupt aufmachen brauchen. Dann lieber so! Jörg Schmihing