Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Pustlaucks Themen: Klima, Wohnen und Mobilität

Der von Vorstand und Fraktion nominierte Immanuel Pustlauck stellt sich im Dathenushaus ab 20 Uhr dem Votum der Partei.
Der von Vorstand und Fraktion nominierte Immanuel Pustlauck stellt sich im Dathenushaus ab 20 Uhr dem Votum der Partei.

Mit drei Schwerpunkten will Immanuel Pustlauck in den Wahlkampf ums Amt des Frankenthaler Oberbürgermeisters einsteigen: Klima, Wohnen und Mobilität. Vorher müssen ihn die Mitglieder des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen aber noch zu ihrem Kandidaten wählen.

Die achtjährige Amtszeit des Oberbürgermeisters ab 2024 sei diejenige, in der sich in Frankenthal einiges in Klimawandel und -resilienz bewegen muss, ist Pustlauck überzeugt. „Wenn das jetzt nicht passiert, hat es kaum Aussicht, Wirkung zu zeigen“, sagt der 36-Jährige. Für ihn umfasst das auch, Immobilien für höhere Temperaturen zu präparieren. In einem Sommer wie dem vergangenen könne eine schlecht isolierte Dachwohnung zum Gesundheitsrisiko werden. Darüber hinaus fordert der Elektroingenieur „mehr Grün“. Solange Jahr für Jahr mehr Bäume gefällt als neue angepflanzt würden, sei kein ausgeglichenes Stadtklima möglich.

Beim Thema Wohnen setzt Pustlauck große Hoffnungen in den Bereich westlich des Bahnhofs, für den derzeit mit Zuschüssen des Landes Planungen laufen. Er sehe dort am ehesten die Chance, den Wohnraum schaffen zu können, den Frankenthal seiner Auffassung nach am dringendsten braucht: altersgerechtes Wohnen, kleinere Wohnungen für Singles und Bezahlbares für Familien. Derzeit reiche das Angebot noch nicht einmal aus, um die eigene Bevölkerung zu versorgen.

Verkehrskonzept gefordert

Mobilität bedeutet für Immanuel Pustlauck nicht, das Auto zu verteufeln. Die Mehrzahl der Frankenthaler solle die Chance haben, alle Fortbewegungsmittel nutzen zu können: Rad, Nahverkehr, Bus. Die dafür notwendige Grundlage sei ein integriertes Verkehrskonzept, das beispielsweise auch berücksichtige, dass einige Teile der Stadt stark von Lärm betroffen seien. Mit geschickter Lenkung der Verkehrsströme sei viel zu erreichen.

Pustlauck traut sich zu, Probleme anders angehen zu können als andere OB-Kandidaten mit Verwaltungshintergrund. Er habe da als Ingenieur eine andere Sichtweise, die lösungsorientierter sei. Mit ausreichend Zeit, Geld und Ressourcen sei das einfach zu bewerkstelligen. Da all das aber der öffentlichen Hand meist nicht zur Verfügung stehe, müssten intelligente und pragmatische Lösungen gefunden werden.

Im Fall seiner Kür durch die Parteimitglieder am Freitag will der 36-Jährige für den dann folgenden Wahlkampf Formate entwickeln, um in Kontakt mit den Frankenthalern zu kommen. Seine Überzeugung: „Es bringt nichts, nur Plakate zu kleben.“ Er müsse Wähler ja nicht nur von der Partei, sondern auch von sich als Person überzeugen, um bei der Direktwahl erfolgreich zu sein.

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