Zur Sache RHEINPFALZ Plus Artikel Polizei setzt bei Bewerbersuche auf persönlichen Kontakt

Auf Ausbildungsmessen zeigen speziell geschulte Beamte der Polizei Präsenz, um Nachwuchs zu gewinnen.
Auf Ausbildungsmessen zeigen speziell geschulte Beamte der Polizei Präsenz, um Nachwuchs zu gewinnen.

Die Corona-Pandemie prägt den polizeilichen Arbeitsalltag seit inzwischen zwei Jahren. Und auch Solveig Hallsteins Aufgabe erleichtert das Virus nicht unbedingt: die Beratung potenzieller Kandidaten für den Polizeiberuf und die Nachwuchswerbung generell. Einiges sei zwar mit digitalen Formaten zu kompensieren, aber der „Königsweg“, wie Hallstein sagt, sei immer noch der persönliche Kontakt. Medien wie Instagram oder Twitter könnten vor allem unterstützend wirken, um etwa Veranstaltungen zu bewerben.

Problem: Demografie

Schülerpraktika würden sehr gut angenommen, und auch die Präsenz bei Ausbildungsmessen, wo mögliche Bewerber direkt mit jungen Beamten sprechen könnten, sei erfolgreich, sagt Hallstein, deren Stelle dem Führungsstab des Präsidiums zugeordnet ist. Das Interesse der Jugendlichen an der Polizei sei mit gewissen Schwankungen weitgehend stabil. Aber: Wie andere Arbeitgeber merkt auch der Staat den demografischen Wandel. Das bedeutet: Die Polizei muss ihren Nachwuchs aus immer kleineren Schulabschlussjahrgängen rekrutieren.

Sporttest häufig unterschätzt

Trotzdem müssen die Bewerber einige Voraussetzungen erfüllen. „Nichts, was man mit etwas Vorbereitung nicht schaffen kann“, sagt Solveig Hallstein. Aus den Kriterien werde kein Geheimnis gemacht, dennoch unterschätzten viele den Sporttest. Beim schriftlichen Test mache sich bei einigen die Aufregung bemerkbar. Dieser Teil ist Hallstein zufolge „mit der wichtigste“. Ein Haupthandwerkszeug angehender Polizisten sei nun mal die Sprache. Ihren Job versteht sie übrigens nicht so, die Anzahl der Bewerber beim Präsidium möglichst hochzuhalten. Einstellungsberatung bedeute auch herauszufinden, wenn jemand für den Beruf überhaupt nicht geeignet ist.

Noch Fragen?

Infos zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie zur Ausbildung im Internet unter www.polizei.rlp.de/karriere. Ansprechpartnerin im Polizeipräsidium Rheinpfalz ist Solveig Hallstein, Telefon 0621 963-1699, E-Mail pprheinpfalz.einstellungen@polizei.rlp.de.

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