Fussball
Pierre-de-Coubertin-Abiturpreis: Bastian Hommrich ausgezeichnet
Eigentlich wollte Bastian Hommrich nach dem Abi reisen. Los Angeles, Miami, ein Roadtrip mit Freunden war geplant. Daraus wurde wegen der Corona-Pandemie leider nichts. „Ich habe gerade viel Freizeit“, meint Bastian Hommrich etwas gequält lächelnd. Immerhin, das Abitur ist in der Tasche. Mit den Leistungskursen Sport, Mathematik und Deutsch. Am Karolinen-Gymnasium war Bastian Hommrich zudem in der Schülerverwaltung engagiert, erst im Sportausschuss, dann im Außenausschuss und als Kassenwart.
Die Auszeichnung mit dem Pierre-de-Coubertin-Abiturpreis, benannt nach dem Gründer des Internationalen Olympischen Komitee, empfindet Hommrich als Ehre. Die Medaille habe einen Ehrenplatz auf der Fensterbank neben Pokalen bekommen. Etwas schade ist aus seiner Sicht die etwas glanzlose Übergabe nach dem mündlichen Abitur im Warteraum auf die Note gewesen. Aber das sei eben Corona geschuldet.
Im Verein lief es in der vergangenen Saison eigentlich gut. Bastian Hommrich und der VfR Frankenthal hatten sich an der Spitze ihrer Gruppe der Bezirksliga Vorderpfalz festgesetzt. Dann wurde die Spielzeit wegen Corona abgebrochen. „Das ist schon ein wenig frustrierend. Der Aufstieg wäre möglich gewesen“, meint der 19-Jährige. Schon der Aufstieg mit der A-Jugend des VfR blieb aufgrund des Coronavirus eine unvollendete Angelegenheit. So bleiben ihm nur die Titelerinnerungen aus der C-Jugend.
Beruflicher Einstieg bei KSB
„In der einen Woche im März, als es mit der Mannschaft möglich war, sind alle mit einem breiten Grinsen ins Training gekommen“, erinnert sich der Offensivspieler etwas wehmütig. „Schä war’s, Männer, bis zur Weihnachtsfeier dann“, hatte da ein Mitspieler scherzhaft zum Abschied gesagt. Hommrich hofft jedoch, dass nach den Sommerferien wieder gespielt werden kann. Dann wird er beruflich bei der KSB einsteigen und ein Duales Studium zum Industriekaufmann BWL absolvieren.
Online-Training ohne Ball, wie es derzeit hauptsächlich beim VfR praktiziert wird, das sei nicht so seine Sache. Er sei schon laufen gewesen. Doch das sei auch nicht gerade seine Lieblingsdisziplin. Der Ball fehle eben. Wenn möglich, spiele er Tennis. In Dackenheim habe er auch schon den Golfschläger geschwungen. Nicht für alle aufgrund von Corona erlassenen Regeln hat der 19-Jährige Verständnis. Inzwischen sei doch klar, dass das Ansteckungsrisiko im Freien nur minimal sei.
Training mit Bambini
In die Jugendarbeit beim VfR hat er sich schon früh mit eingebracht. Drei Jahre lang hat er bei den Bambini bis zur F-Jugend die Übungsstunden mitgestaltet. Sein Freund und Mannschaftskollege Moritz Braun habe ihn gefragt, ob er Lust habe, das Training der Fußballeinsteiger mit zu organisieren, als immer mehr der jüngsten Nachwuchskicker ins Training gekommen seien.
Mit dem Eintritt in die Oberstufe am KG habe er dann allerdings aufgehört, weil es für ihn zu stressig geworden sei. Gleich nach der Schule Jugendtraining, dann noch das Training mit den Aktiven – das sei zu viel gewesen. „Aber die Arbeit mit den Kleinen hat mir viel Spaß gemacht“, sagt der 19-Jährige. Auch für sich habe er etwas mitgenommen. Als Trainer habe man schon eine gewisse Verantwortung, meint er. „Es ist außerdem gar nicht so einfach, sich Respekt zu verschaffen.“
Trainer-B-Schein in Arbeit
Mit Moritz Braun war er bei einer Trainer-Fortbildung in Mainz. Inzwischen hat er sogar schon damit begonnen, den B-Schein als Trainer zu erwerben. Der zweite Teil fehlt ihm noch. „Das steht noch auf dem Plan.“ Ob er aber wirklich einmal Übungsleiter einer Aktivenmannschaft werden will, lässt er offen. „Aktuell spiele ich lieber Fußball“, betont er.
Aber auch neben dem Platz hat er schon den Blick für neue Projekte. Ein Beachvolleyball-Feld wolle der VfR direkt neben der nett gestalteten Außenlounge, die zum Chillen einlädt, aufbauen. Da könne ja die Mannschaft mit anpacken, meint er.