Frankenthal Objekt des Monats: Bronzene Lanzenspitze
Das Fragment einer Waffe aus dem ersten Jahrtausend vor Christus besteht den Experten des Museums zufolge aus einer spitz zulaufenden hohlen Tülle, an die links und rechts eine Schneide angesetzt ist. Die Tülle weist zwei Lochbohrungen auf. Diese nahmen Nägel auf, mit denen die Spitze auf einem hölzernen Stab befestigt wurde. Bronzene Lanzenspitzen fanden sich häufig als Opfergaben an Kultstätten, waren aber auch als Kriegswaffen im Einsatz.
Die Gewinnung von Bronze war laut Pressemitteilung ein mühsames Unterfangen. Das Erz musste mit Mahlsteinen zerkleinert, ausgewaschen und im Feuer geröstet werden. Das auf diese Weise gewonnene Metall wurde in Tiegel in Spezialöfen erhitzt und verflüssigt, um dann in eine Gussform gefüllt zu werden, ein Kern wurde eingefügt, um eine Hohlform herzustellen. Nach dem Erkalten wurde geschliffen und geschärft.
Am Mittwoch, 4. Oktober, 16 Uhr, stellt das Team des Erkenbert-Museums in der Stadtbücherei Wissenswertes zum Objekt vor. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.