Handball
Oberligist HSG Eckbachtal im letzten Heimspiel gegen TV Mülheim
Der Klassenerhalt ist fix, die Saison fast vorbei. Im letzten Heimspiel gegen den TV Mülheim am Samstag (18 Uhr, Sporthalle Dirmstein) wollen sich die Oberliga-Handballer der HSG Eckbachtal anständig von den Fans verabschieden. Vor der Partie wird’s etwas wehmütig: Mohamed Subab und Peter Baumann beenden ihre Karrieren und werden verabschiedet.
Man hört es den beiden Trainern an. Sowohl Eckbachtals Thorsten Koch als auch Mülheims Hilmar Bjarnason sind froh, dass die lange Oberligasaison bald vorbei ist. Bei Koch kommt zur Stimmungslage noch dazu, dass sein Team schon vor wenigen Wochen den Klassenerhalt fix gemacht hat. Bjarnason sehnt den Saisonschluss herbei, weil er sich in den vergangenen Wochen nur noch mit einer Rumpftruppe durch die Runde schleppt. Teilweise seien nur neun Spieler einsatzfähig gewesen. Die lange Runde habe ihren Tribut in Form von Verletzungen gefordert.
Verletzungssorgen hatten die „Gekkos“ in den vergangenen Wochen auch zur Genüge. Doch Thorsten Koch ist erst mal glücklich darüber, dass alle Ziele erreicht wurden. Das Pokalfinale am Ostermontag sei ein zusätzlicher Höhepunkt gewesen. „Klar hätten wir uns gefreut, wenn wir gewonnen hätten“, sagt der Coach. 17:19 hieß es am Ende gegen den TV Hochdorf.
Ja, die Runde sei lang und die Belastung durch die zusätzlichen Pokalspiele enorm gewesen, meint Koch. Aber einfach so auslaufen lassen will er die Runde nicht. „Wir wollen die Runde ordentlich zu Ende bringen. Das sind wir auch den Zuschauern schuldig“, betont Koch. Er gesteht dann aber auch, dass er im Training die Aufwärmphase mit Fußball etwas ausgedehnt habe. Wenn die Handbälle dann im Spiel waren, sei er aber auch schon mal lauter geworden. „Um die Konzentration hoch zu halten.“
Gegen Mülheim werde die Aufgabe noch mal schwierig. Denn die Mannschaft sei seit Jahren in der Oberliga etabliert und ständig so um die Plätze sechs bis acht herum zu finden. Hinzu komme, dass beim TV Mülheim mit Max Zerwas der überragende Torschütze der vergangenen Jahre zu Hause ist. „Er wird sich noch mal zeigen wollen“, vermutet Koch. Schon im Hinspiel war Zerwas mit zwölf Toren, davon sieben Siebenmeter, überragender Mülheimer beim 43:28-Erfolg. „Da sind wir unter die Räder gekommen. Mülheim hat uns phasenweise vorgeführt“, erinnert sich der HSG-Coach. Zerwas sei einfach nicht unter Kontrolle zu bekommen.
Aber natürlich habe er den Ehrgeiz zu punkten. Weshalb es auch keine taktischen Experimente im Hinblick auf die nächste Saison geben wird. Auch geschont wird niemand. Koch will in Bestbesetzung antreten. Ob es bei Jochen Schloß reicht? „Er ist noch nicht bei 100 Prozent“, informiert der Trainer.
Das kann auch Hilmar Bjarnason nicht von vielen Spielern sagen. Ein Grund, warum der TV die Saison diesmal wohl als Neunter abschließen wird. „Das Spiel in Dirmstein wird schwer“, prophezeit der Isländer. Die HSG habe zwei Gesichter: das Heim- und das Auswärtsgesicht. „Die Mannschaft steht für einen Aufsteiger gut da und hat das speziell zu Hause in der Runde gut gemacht“, lobt Bjarnason. Spannend wird, wie seine Mannschaft die Umstellung auf das Spiel ohne Harz schafft. „Wir haben ganz normal trainiert – mit Harz“, berichtet der TV-Trainer. „Laufen und kämpfen, das geht auch ohne Harz“, nimmt er seine Mannschaft in die Pflicht.
Bevor aber gelaufen und gekämpft wird, steht erst mal der Abschied im Vordergrund. Mohamed Subab und Peter Baumann hängen die Handballschuhe nach der Runde an den Nagel (wir berichteten) und werden vor der Partie verabschiedet. Zudem hat die Mannschaft noch ein Abschiedsgeschenk für die treuen Heimfans: „Es gibt Freibier“, kündigt Thorsten Koch an.