Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberligist HSG Eckbachtal gastiert beim Schlusslicht

Jona Rogawski (HSG) tankt sich am Kreis durch.
Jona Rogawski (HSG) tankt sich am Kreis durch.

Nach zuletzt zwei sicheren Erfolgen vor heimischer Kulisse gilt es für die Mannschaft um Trainer Philip Rogawski ihre Form nun auch in der Fremde zu bestätigen.

Es ist das Duell der beiden Mannschaften mit den schwächsten Angriffsreihen in der Liga: Beide Teams erzielten erst 177 Treffer. Dennoch liegt die HSG Eckbachtal mit 9:5 Zählern und Rang vier in der Tabelle deutlich vor dem gastgebenden TuS KL-Dansenberg II, der mit 0:14 Punkten das Tabellenende zieren. Es ist zugleich eine Veränderung der Rollen, denn die Mannschaft um Übungsleiter Philip Rogawski muss sich im neuen Umfeld zurechtfinden. Es wird spannend, wie die Spieler mit der neuen Rolle umgehen, denn sie schlüpfen auch aufgrund ihrer bisher gezeigten Leistungen jetzt in die Rolle des Favoriten. Einer der Faktoren, der für die Gekkos spricht, ist ganz sicher die stabile und gefestigte Abwehr, die in der Liga mit erst 173 Gegentreffern Rang zwei einnimmt. Lediglich die dritte Garnitur des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen bei 171 Gegentreffern steht besser da.

Doch daraufhin auf eine einfache Aufgabe zu schließen, wäre fatal, und so erwartet Übungsleiter Rogawski in der Westpfalz, Samstag, 17.45 Uhr in der Layenberger-Arena volle Konzentration und Leidenschaft. „Wir tun gut daran, weiterhin mit Demut an unsere Aufgaben zu gehen“, sagt der Trainer. Dass die Gastgeber sich bisher 269 Male haben überlisten lassen, lässt bei den Gekkos die Hoffnung auf einen Sieg aufkeimen, doch es gilt zu beachten, dass sich die HSG Eckbachtal im Umbau befindet und zuletzt aus verschiedensten Gründen nur mäßig miteinander trainieren konnte. Neben verletzungsbedingten Ausfällen und Prüfungsvorbereitungen sorgte auch obligatorische Schnupfensaison für Ausfälle.

Fluktuation auf der Platte

Immer wieder galt es für den Trainer, die Mannschaft neu aufzustellen, so verwundert es auch nicht, dass vor allem im Angriff noch nicht jedes Rädchen ins andere greift. Die Automatismen konnten sich noch gar nicht einstellen. Für den Laien mag es einfach klingen, doch Defensivarbeit sicher um einiges leichter, denn es gilt den Gegenspieler einzuengen – „zuzumachen“ im Fachjargon. Doch dieses „Klammern“ gilt mittlerweile überholt. Es gilt, die Kreise der Angreifer frühzeitig zu unterbinden, sie in Situationen zu bringen, in denen sie schnelle Entscheidungen treffen müssen.

Bisher brachte Übungsleiter Rogawski nach erst sieben gespielten Spieltagen bereits 22 Akteure aufs Feld. Die beiden die Liga anführenden Mannschaften hingegen brachten mit 17 Spielern einiges weniger an Fluktuation auf die Platte. Ob es nun ein Vorteil oder ein Nachteil ist, dies lässt sich zum frühen Zeitpunkt kaum bewerten. Krankheitsbedingt konnten unter der Woche Sven Dopp und Jonas Molz nicht trainieren, ihre Einsätze sind unwahrscheinlich. Lukas Gerstner befindet sich im Urlaub. Silas Rogawski hingegen hat sich nach dem Foul gegen ihn wieder erholt und scheint wieder einsatzbereit.

Skeptischer Blick

Da die zweite Mannschaft ebenfalls wichtige Spiele vor der Brust hat, scheint ein Austausch hier nur schwer möglich. Etwas skeptisch schaut Rogawski auf die ungewohnte Anwurfzeit am Samstagnachmittag, spannend zudem für ihn, ob aus der ersten Mannschaft der Dansenberger, die im unmittelbaren Anschluss spielt, Spieler Einsatzzeiten erhalten.

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