Tischtennis
Oberliga: Zwei Niederlagen für TTF Frankenthal
Vor dem Doppelspieltag mit den beiden Heimspielen gegen die Tabellennachbarn TTC Wirges und Titelfavorit RSV Klein-Winternheim war die Hoffnung bei den Herren I der Tischtennisfreunde Frankenthal (TTF) groß, die Vorrunde in der Oberliga trotz den ungewohnt vielen personellen Ausfällen positiv zu beenden. Doch auch diesmal verhinderte die krankheitsbedingte Absage von Mannschaftskapitän Peter Beranek in beiden Spielen eine bessere Punktausbeute. Am Sonntag gegen Klein-Winternheim fehlte zudem berufsbedingt Max Bury. Sowohl am Samstag gegen Wirges mit 4:6 sowie am Sonntag gegen Klein-Winternheim (2:8) mussten die TTF-Herren somit ohne Punkte die Platten verlassen. Mit 8:12 Punkten nach Abschluss der Vorrunde rückt der TTC Berus (7:13) auf dem ersten Abstiegsplatz wieder sehr nahe. Wirges gelang nach dem zweiten Sieg am Wochenende beim TTC Oppau mit 11:9 Punkten noch der Sprung auf Platz fünf während Klein-Winternheim mit 16:4 Punkten weiter erster Verfolger von Tabellenführer TSG Kaiserslautern II (19:1) bleibt.
Es ist bezeichnend für den bisherigen Saisonverlauf, dass trotz des dritten Saisoneinsatzes von TTF-Spitzenspieler Christian Stofleth nun mit Peter Beranek wieder ein Leistungsträger kurzfristig ausgefallen ist. Am Mittwoch war Beranek noch im Training und zuversichtlich für den Einsatz am Wochenende. Entsprechend enttäuscht fällt auch das Fazit von Christian Stofleth nach den letzten Vorrundenspielen aus. „Gegen Wirges hätten wir mit Peter Beranek mit Sicherheit gewonnen. Heute mit zweifachem Ersatz war klar, dass es gegen die Spitzenmannschaft Klein-Winternheim eine deutliche Niederlage geben wird. Dennoch haben sich alle gut verkauft, und einige enge Spiele erzwungen.“ Der TTF-Spitzenspieler kündigte zudem an, in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Es soll aber ein spielstarker Ersatz für das vordere Paarkreuz verpflichtet worden sein.
Stofleth einsichtig
Am Samstag war für Christian Stofleth im Rückblick bereits das mit 1:3 Sätzen verlorene Eingangsdoppel gemeinsam mit Maurice Engel gegen Asghir-Gill/Schwickert der Knackpunkt. „Leider hatte ich da noch nicht die Form wie später in den Einzeln. Die Niederlage muss ich auf meine Kappe nehmen. Danach haben wir eigentlich alle Einzel, die wir gewinnen konnten, auch für uns entschieden. Nur Max Bury hatte im zweiten Einzel noch eine Siegchance“, so der TTF-Spitzenspieler. Für Peter Beranek wurde der mittlerweile 19-jährige Student Parth Waikar aufgeboten. Da auch Bury/Waikar ihr Doppel glatt mit 0:3 gegen Stendebach/Horn abgaben, starten die Hausherren gleich mit einem 0:2- Rückstand in die Einzelspiele. Der erste Einzeldurchgang endete 2:2. Christian Stofleth und Maurice Engel gewannen gegen Dominic Stendebach und Janus Horn souverän in drei Sätzen. Dagegen unterlagen der ins obere Paarkreuz aufgerückte Max Bury und Ersatzspieler Parth Waikar ihren Gegnern Asghir-Gill und Schwickert ebenso deutlich. Ähnlich verlief auch der zweite Einzeldurchgang. Erneut waren Stofleth und Engel erfolgreich, benötigten diesmal aber beide vier Sätze. Da Parth Waikar auch im zweiten Einzel gegen Janus Horn chancenlos blieb, war das letzte Einzel zwischen Max Bury und Dominic Stendebach entscheidend für den Spielausgang. Nach 1:2-Satzrückstand erzwang Bury mit 11:9 einen entscheidenden fünften Satz. Doch hier blieb der Gästespieler stabiler und gewann den Satz und damit das Spiel mit 11:8. Somit entführten die Gäste aus dem Westerwald nach dem 6:4-Sieg die wichtigen Punkte. Am späteren Abend gewann Wirges noch mit 9:1 beim benachbarten TTC Oppau und überholte so die TTF-Herren mit 11:9 Punkten.
Ohne Bury
Am Sonntag wäre auch in stärkster Aufstellung eine knappe Niederlage gegen den Tabellenzweiten RSV Klein-Winternheim kein Beinbruch gewesen. Nach dem berufsbedingten Fehlen von Max Bury standen den TTF-Herren mit Stofleth und Engel aber nur noch zwei Stammspieler zur Verfügung. Neben Waikar übernahm Nachwuchsspieler Timo Leckel den vierten Kaderplatz. Mit viel Einsatz und starker Reaktion gelang es Stofleth/Engel noch, ihr Eingangsdoppel gegen Kämmerer/Besier nach 0:2- Satzrückstand mit 11:8, 11:9 und 15:13 noch zu drehen. Waikar/Leckel unterlagen Baum/Magit mit 0:3. Zudem bestätige Christian Stofleth mit seinem 3:1-Einzelsieg gegen Jurij Magit seine starke Form.
Weitere Siege im ersten Einzeldurchgang blieben für Frankenthal aber aus. Engel gegen den ehemaligen Zweitligaspieler Björn Baum, sowie Waikar und Leckel unterlagen nicht unerwartet alle in drei Sätzen. Dass sich die TTF-Herren nicht kampflos dem klaren Favoriten ergeben wollten, bewiesen Christian Stofleth und Maurice Engel in ihren zweiten Einzeln. Stofleth forderte Björn Baum über die gesamte Spieldistanz und bewies mehrfach nach klaren Rückständen Comebackqualitäten. Der favorisierte Björn Baum setzte sich nur knapp mit 12:10, 15:13, 12:14 und 11:7 durch. „Schade, dass Spiel war lange auf Messers Schneide. Ich war mit Baum auf Augenhöhe. Am Ende hat sich aber doch sein stärkeres Grundniveau durchgesetzt, obwohl ich mit meiner Leistung voll zufrieden war“, sagte Christian Stofleth nach seinem letzten Einzel in dieser Saison. Auch Maurice Engel gestaltete sein Einzel gegen Magit lange ausgeglichen. Er schaffte es aber nicht, seine 2:1-Satzführung durchzubringen. Magit holte sich noch die fehlenden Sätze mit 11:8 und 11:4. Auch Parth Waikar hatte im unteren Paarkreuz gegen Jan Kämmerer einige starke Aktionen und spielte nach Ansicht von Stofleth klar stärker als noch am Samstag. Doch mehrere Satzbälle vergab Waikar, so dass der Favorit am Ende zwar mit Mühe aber doch glatt mit 11:8, 15:13 und 11:5 gewann. Im letzten Einzel musste Timo Leckel die Überlegenheit von Linkshänder Yves Besier mit 0:3-Sätzen anerkennen.
Nun verabschieden sich alle Oberligateams in die Winterpause. Aber bereits Anfang Januar sind die TTF-Herren wieder im wichtigen Heimspiel gegen TTC Oppau gefordert. Dann beginnt der Kampf um den Klassenerhalt.