Handball
Oberliga: HSG Eckbachtal empfängt TV Offenbach
Am 21. November war die HSG Eckbachtal zum letzten Mal im Einsatz. Es war ein 36:27-Pflichtsieg zu Hause gegen die HSG Kastellaun/Simmern. Am Sonntag darauf war planmäßig Pause. Die beiden folgenden Spiele sind dann der Pandemie zum Opfer gefallen. Das Heimspiel gegen den TuS KL-Dansenberg II wegen eines Corona-Falls in der Mannschaft der HSG, das Spiel gegen den TV Mülheim schließlich wegen eines Corona-Falls im Umfeld des TV.
Unter diesen Absagen habe der Spielrhythmus selbstverständlich gelitten, sagt Eckbachtals Routinier Jochen Schloß. „An die Unsicherheit haben wir uns auch aufgrund unserer Corona-Historie fast schon gewöhnt. Aber es ist natürlich doof, wenn man sich am Donnerstag noch Videos vom Gegner anschaut und dann vielleicht sogar erst am Samstagabend erfährt, dass das Spiel ausfällt“, sagt der 31-Jährige. Die Mannschaft bereite sich aber immer so vor, als ob die Partie stattfindet.
Schloß: Rhythmus ein Thema
Das wird sie auch in dieser Woche tun. Und das muss sie auch, denn der Gegner ist der Tabellenzweite TV Offenbach. „Klar, ist da der Rhythmus ein Thema. Wie kommen wir nach drei Wochen Pause wieder rein? Aber wir wollen das letzte Erfolgserlebnis mitnehmen“, sagt Jochen Schloß. Er selbst hat zum letzten Sieg zehn Treffer beigetragen, war damit zusammen mit Maximilian Schreiber erfolgreichster Werfer der Eckbachtaler. Seine Quote von der Siebenmeterlinie war mit sieben Treffern bei sieben Versuchen perfekt.
Jochen Schloß betont allerdings auch, dass schon viel zusammenpassen müsse, damit die HSG, mit 6:12 Punkten derzeit auf Platz 13 der Tabelle, dem Favoriten aus der Südpfalz ein Bein stellen kann. „Wir brauchen eine extrem schnelle Rückwärtsbewegung. Offenbach attackiert sehr gut. Das ist eine abgezockte Mannschaft“, weiß Schloß um die Stärken des Gegners.
Kollektiv muss funktionieren
Die „Gekkos“ wollen bei dem Versuch, mit etwas Zählbarem in die kurze Pause über die Feiertage zu gehen, aber hauptsächlich auf sich selbst schauen. „Wir müssen unser Spiel durchziehen“, sagt Jochen Schloß. Und das soll vor allem über ein funktionierendes Kollektiv passieren. „Vielleicht können wir die eine oder andere Unsortiertheit in der Rückwärtsbewegung des TVO ausnutzen“, spekuliert er.
Der Corona-Fall im eigenen Team habe die Mannschaft nicht beeinflusst. „Ich glaube, das gehört mittlerweile irgendwie dazu. Jeder hat irgendwann wohl irgendwie in der Pandemie Berührungspunkte zum Virus“, sagt Schloß. Auf die Stimmung im Team habe das jedenfalls keinen Einfluss.
Zwei Brüder auf dem Parkett
Und auf die Personalsituation müsse man sowieso jede Woche aufs Neue schauen. Diesmal wird Nisse Nehrdich (Knöchel) fehlen. „Aber auch die Verletzungssorgen begleiten uns ja schon die ganze Saison“, sagt Schloß. Michael Betz ist krank, Philip Rogawski musste am Dienstag das Training abbrechen, sagt Trainer Thorsten Koch. Er habe aber vollen Zugriff auf die A-Jugend.
Für Jochen Schloß hat sich in dieser Saison übrigens schon ein Wunsch erfüllt: einmal mit seinem kleinen Bruder Philipp gemeinsam auf dem Parkett stehen. Denn der 18-Jährige hat von Trainer Thorsten Koch schon den einen oder anderen Einsatz bekommen. „Es macht Spaß, das Hobby auch noch mit der Familie zu verbinden“, sagt Jochen Schloß. Dass Philipp die Möglichkeit bekommen habe, zeige, dass die Verzahnung zwischen Oberliga- und A-Jugend-Mannschaft funktioniere. „Davon lebt so ein Verein wie die HSG Eckbachtal.“