Frankenthal Nur ein schöner Nebeneffekt

Zur Winterpause sah der SV Studernheim in der Fußball-C-Klasse Süd schon wie der sichere Meister aus. Nach drei sieglosen Spielen (zwei Niederlagen, ein Unentschieden) nach der Winterpause wird es langsam eng, droht sogar ein Durchreichen auf Platz drei. Drei Tore in drei Minuten schoss am Sonntag Stürmer David Roos beim 6:0-Erfolg der DJK Eppstein II gegen den FV Freinsheim II in der B-Klasse. „Ich habe es gar nicht gemerkt, dass es in so kurzer Zeit passierte“, meinte er gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Erst am Montagfrüh wurde David Ross der Turbo-Hattrick nach eigener Aussage bewusst – als er einen Anruf von seinem Vater erhielt, der es in der RHEINPFALZ gelesen hatte. „Im Spiel kam mir die Zeit länger vor“, so David Roos. Auf dem Platz habe er sich über die Tore gar nicht so richtig freuen können, weil es zuvor nicht gut gelaufen sei: „Denn auch davor hatte ich ebenfalls schon reichlich Chancen, habe sie aber nicht genutzt.“ Überhaupt war er mit seiner Leistung in diesem Jahr bisher nicht zufrieden. Ein Einsatz in der Bezirksliga war seiner Ansicht nach nicht berauschend. „Wichtig ist, dass wir in Freinsheim gewonnen haben. Der schnelle Hattrick ist ein schöner Nebeneffekt“, sieht es Roos ganz gelassen. Zumal es ja keine entscheidenden Tore gewesen seien, sondern die letzten drei im Spiel. Einig waren sich Roos und Trainer Halil Kaya, dass die Mannschaft mit einem Kistchen Bier belohnt wird. „Das geht immer“, so Roos. Dem Trainer hat es ebenfalls gefallen – nicht nur der Hattrick, sondern das gesamte Spiel. „Wir haben uns in der ersten Hälfte etwas schwer getan, aber schon da verdient mit 1:0 geführt.“ Nach dem Wechsel haben wir ein wenig umgestellt, schneller gespielt, den Ball nicht so lange gehalten. Die Tore waren gut rausgespielt.“ So mache das Spaß. Kaya sieht die DJK II insgesamt auf einem guten Weg. Doch richtig schwer wird es im Verein derzeit, spielbereite Torhüter zu finden. Der Stammtorwart der Zweiten, Tobias Renner, ist verletzt, sein Ersatz noch nicht fit. In der Ersten sah Michael Zoll die Rote Karte, ist gesperrt. Tobias Wilk ist im Winter zum VfR Frankenthal abgewandert. Zumindest das erste DJK-Team kann sich in den nächsten beiden Spielen keine Tage der offenen Tür leisten. Zur Winterpause war der SV Studernheim glasklarer Tabellenführer in der C-Klasse. Nach einem Fehlstart nach der Winterpause muss der SV jetzt sogar aufpassen, nicht noch hinter den zweiten Platz durchgereicht zu werden. Damit wäre der Aufstieg in Gefahr. Gewinnt der SV Pfingstweide, bei dem der SV nun 1:3 verlor, seine Nachholspiele, dann ist er an den Studernheimern schon vorbei. Der Dritte, Schauernheim II, hat fünf Punkte und ein Spiel weniger als der SV, könnte ebenfalls gefährlich nahe kommen. Und selbst der MSV Ludwigshafen und Blau-Weiß Oppau sind noch dran. In der Besprechung zur Zwischenbilanz hatte SV-Trainer Tom Bergmann noch vor dieser Situation gewarnt: „Wir sind noch nicht durch.“ Jetzt sieht er sich bestätigt: „Entweder man kennt seine Jungs, oder man kennt sie nicht.“ Die ersten beiden Spiele gegen Nord Ludwigshafen (2:3) und Blau-Weiß Oppau (0:0) sei sein Team noch durch Grippe und Verletzungen geschwächt gewesen. Gegen Pfingstweide hätten die beiden Roten Karten gegen Patrick Hübner und Patrick Gaa dem SV das Genick gebrochen. Der Start nach der Winterpause war hart. „Da müssen wir jetzt durch“, sagt Bergmann. In den kommenden Spielen gegen vom Papier her leichtere Teams müssten wieder Punkte geholt werden. Knifflig sei weiter, dass der Kader nicht besonders groß ist. Zudem fehlen jetzt erst einmal die beiden Rot-Gesperrten. Der SV dürfe aber nicht den Kopf hängen lassen, auch wenn nun nicht die beste Stimmung herrsche. „Am Ende wird abgerechnet. Wir wollen nach wie vor aufsteigen.“