Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Neustart in 18 Kitas – mit 18 Plänen

Gemeinsames Spielen: Das ist in Frankenthaler Kitas weiter nur in kleinen Gruppen möglich.
Gemeinsames Spielen: Das ist in Frankenthaler Kitas weiter nur in kleinen Gruppen möglich.

Was können die Eltern von dem „eingeschränkten Regelbetrieb“ erwarten, der seit dieser Woche in den Frankenthaler Kindertagesstätten läuft? Das hat die SPD im Stadtrat die Verwaltung gefragt. Die Antwort: Das hängt vom verfügbaren Personal und der Raumsituation in jeder einzelnen Einrichtung ab.

Die Notwendigkeit, Arbeitszeit zu reduzieren, oder sogar die Gefahr des Jobverlustes für die Eltern, der Abriss des Kontakts zu wichtigen Bezugspersonen – Gisela Werle-Schneider zählte im Namen der SPD-Fraktion im Stadtrat noch einmal einige der Argumente, die aus ihrer Sicht für eine möglichst weitgehende Öffnung der Kindertagesstätten in Frankenthal sprechen. Ein Schichtsystem müsse flexibel sein und nicht so wenige Stunden umfassen, „dass noch nicht einmal eine Halbtagstätigkeit“ abgedeckt sei.

Auch die verantwortlichen Stellen der Stadtverwaltung betrachteten nach fast drei Monaten Reduzierung auf Notbetrieb die Lage vieler Familien „mit Sorge“, betonte Beigeordneter Bernd Leidig (SPD). Trotz aller Schwierigkeiten sei trotzdem festzuhalten, dass nach wie vor eine Krisensituation herrsche und die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Leitlinien vorgebe, „an die wir uns halten müssen“. Leidig: „Das ist insofern keine Erfindung der Stadt Frankenthal.“

Der Sozialdezernent machte in seiner Stellungnahme zur Anfrage seiner Parteifreunde die beschränkenden Faktoren klar: Der Plan des Kinder- und Jugendbüros sei gemeinsam mit den Kitas, alle dort angemeldeten Kinder beim eingeschränkten Regelbetrieb zu berücksichtigen. Aber: „Das Personal ist nicht endlos vermehrbar“, sagte Leidig. Und: Vieles hänge von den jeweiligen räumlichen Kapazitäten in den Einrichtungen ab.

Nach Angaben des Beigeordneten wurden für alle 18 städtischen Kindertagesstätten individuelle Pläne erstellt, welche die genannten Kriterien berücksichtigen. Mit diesen Plänen soll es gelingen, rund 1300 Kinder zumindest stundenweise in festen Gruppenkonstellationen zu betreuen. Das könne in Form eines täglichen oder wöchentlichen Wechsels geschehen. Besonderes Augenmerk liege auf den Vorschulkindern, die nach dem Sommer in die erste Klasse kommen.

Zur personellen Situation sagte Bernd Leidig, dass derzeit 16 Stellen in den städtischen Kitas vakant seien, aber Bewerbungsgespräche zu deren Besetzung geführt würden. Ein gewisser Anteil der Erzieherinnen zähle aus unterschiedlichen Gründen zu Risikogruppen, die deshalb bisher aus Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus nicht arbeiten durften. Von den 40 Personen, auf die das zutreffe, könnten einige aber demnächst zurückkehren, so der Beigeordnete. „Viele warten auf den Tag, an dem sie wieder ihrem Beruf nachgehen dürfen.“

Zur Nachfrage, mit wie viel Vorlauf die Eltern über Betreuungsmöglichkeiten für ihren Nachwuchs informiert würden, sprach Leidig von einem „abendfüllenden Thema“. Weil die Vorgaben des Landes relativ kurzfristig bei der Stadt landeten, könnten auch die Nachrichten diesbezüglich nur recht kurzfristig an die Eltern rausgehen. Ab so fort seien Anmeldungen für die Betreuung während der Sommerferien möglich. Leidig: „Da zählt jetzt jeder Tag.“ Das Kinder- und Jugendbüro stehe in engem Kontakt mit den Elternausschüssen.

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