Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Leck in Leitung: 100 Haushalte ohne Trinkwasser

Eine undichte Armatur im Übergang der Leitung zum stillgelegten Rohr war am Mittwochabend vermutlich die Ursache für den erneute
Eine undichte Armatur im Übergang der Leitung zum stillgelegten Rohr war am Mittwochabend vermutlich die Ursache für den erneuten Wasserausfall.

Erneuter Notdiensteinsatz der Stadtwerke am Mittwochabend: Eine undichte Stelle am Übergang zu den nach einem Wasserrohrbruch stillgelegten Leitungen sorgte dafür, dass 100 Haushalte im Frankenthaler Osten knapp fünf Stunden lang kein Leitungswasser hatten.

Die Bruchstelle in der Hauptversorgungsleitung, aus der am Montagabend die B9 geflutet wurde, war auch am Mittwoch ein Schwachpunkt im Trinkwassernetz. Laut Feuerwehr wurde gegen 19 Uhr erneut eine Störung der Trink- und Löschwasserversorgung gemeldet. Anders als bei dem Zwischenfall am Montag, bei dem das gesamte Stadtgebiet sowie die Gemeinde Bobenheim-Roxheim – und damit rund 30.000 Haushalte – betroffen waren, habe sich der Schaden diesmal auf den Umkreis der vorhandenen Bruchstelle in der Edigheimer Straße und Am Kanal sowie den Bereich der sogenannten „Vogelsiedlung“ östlich der Innenstadt beschränkt. Anwohner seien per Lautsprecherdurchsagen informiert worden. Auf eine Katwarn-Meldung habe man bewusst verzichtet. Die Feuerwehr sorgte laut Bericht dafür, die Versorgung mit Löschwasser sicherzustellen.

Ursache für den erneuten Wasseraustritt sei eine undichte Stelle am Verschluss der Übergangsstelle zu den am Montag gebrochenen, rund 100 Jahre alten Graugussrohren gewesen. Zur Reparatur habe man das Trinkwasser in dem betroffenen Gebiet bis etwa 23.45 Uhr abgestellt, informieren die Stadtwerke. Außer der betroffenen Leitung sei durch die Havarie nichts beschädigt worden. Im Nachgang des ersten und deutlich massiveren Wasserrohrbruchs von Montag prüft der Landesbetrieb Mobilität (LBM), ob die Bundesstraße 9 unterspült wurde und damit in ihrer Standfestigkeit beeinträchtigt ist. Aktuell gehe man nicht von größeren Schäden aus, informieren die Stadtwerke auf Nachfrage. Klarheit darüber soll es bis Mitte kommender Woche geben. Die Arbeiten an der Unfallstelle sollen etwa vier Wochen dauern. Der Verkehr von Ludwigshafen-Edigheim Richtung Frankenthal fließt in dieser Zeit auf einem Teil der Strecke einspurig.

Weil auf den angrenzenden Leitungsabschnitten bereits moderne, widerstandsfähigere Rohre verlegt seien, erwarten die Stadtwerke rund um die Bruchstelle keine weiteren Zwischenfälle, heißt es auf Nachfrage. Ob bei dem Wasserrohrbruch am Montag das Trinkwasser verunreinigt wurde, was der Netzbetreiber als unwahrscheinlich bezeichnet, wird derzeit noch analysiert. Das Ergebnis erwarten die Stadtwerke am Freitag.

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