Meinung
Neues Gewerbegebiet in Frankenthal: Pläne sind ein wichtiges Signal – gerade jetzt
Frankenthal setzt auf ein neues Gewerbegebiet im Nordwesten – und das ist nachvollziehbar; ja beinahe schon zwingend. Die Stadt braucht Perspektiven: Arbeitsplätze, Gewerbesteuer, finanziellen Spielraum. Und dafür braucht es Wachstum. Gewerbeflächen in der Region sind rar, der Druck auf die Kommunen ist enorm.
In der Nachbarschaft versucht beispielsweise die Stadt Worms seit Jahren schon fast verzweifelt, ein neues großes Gewerbegebiet auszuweisen. Bisher vergeblich. Dass es für Frankenthal im Verbund mit zwei Partnern, der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim und der Ortsgemeinde Beindersheim, jetzt die Chance gibt, ein rund 35 Hektar großes Areal zu entwickeln, ist ein ermutigendes Signal für den hiesigen Wirtschaftsstandort.
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Und dieses Signal tut besonders gut in den Tagen nach dem Aus für das Werk der Albert Frankenthal GmbH. Ende Mai soll der Standort auf dem früheren KBA-Gelände geschlossen werden. 75 Beschäftigte und deren Familien stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Umso wichtiger ist es, dass Frankenthal parallel weitere Flächen entwickelt: Zur interkommunalen Kooperation an der A6 kommt die aktuell laufende Entwicklung des Industriegebietes am Römig hinzu. Mit beiden Projekten sendet Frankenthal die klare Botschaft, dass die Stadt als Gewerbestandort in der Metropolregion Rhein-Neckar weiter mitspielen will. Sie möchte ihre Position nicht nur behaupten, sondern stärken.
