Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Neues EWF-Bürgerbüro: Eröffnung verzögert sich, Start jetzt erst im November

Wie die Ausgabe der Gelben Säcke zukünftig laufen wird, wird noch geprüft.
Wie die Ausgabe der Gelben Säcke zukünftig laufen wird, wird noch geprüft.

Das Bürgerbüro des Eigen- und Wirtschaftsbetriebes (EWF) in der Sterngasse wird voraussichtlich im November eröffnet. Warum es so lange dauert und was noch geprüft wird.

Ursprünglich war der Umzug des EWF-Bürgerbüros von der Ackerstraße in das ehemalige Ladengeschäft in der Innenstadt bereits im Frühjahr geplant. Der zeitliche Verzug ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass kein Architekt für die Planung des Projektes gefunden wurde und Handwerkerleistungen mehrmals ausgeschrieben werden mussten. Drei Anfragerunden für die Erarbeitung der baurechtlichen Genehmigung und Objektplanung seien ergebnislos verlaufen, informierte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) auf Anfrage der FWG-Fraktion im Betriebsausschuss. Daher habe sich der EWF im Februar entschieden, die Planung in eigener Regie durchzuführen.

Der Hauptraum des künftigen Bürgerbüros, das zunächst für drei Jahre angemietet ist, umfasst rund 57 Quadratmeter. Hinzu kommen zwei Personaltoiletten sowie ein Sozialraum mit Einbauküche im hinteren Bereich. Im Keller steht ein abgeschlossener Raum als Lager zur Verfügung.

Optimierte Arbeitsbedingungen

Mit dem Umzug verfolgt der EWF laut Bernd Knöppel gleich mehrere Ziele. Es werde eine fußläufige und barrierefreie Anlauf- und Informationsstelle für die Bürger im Stadtzentrum geschaffen. Die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten würden optimiert. Und die Büroraumsituation in der Ackerstraße werde sich entspannen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 120.000 Euro.

Die Frage, warum der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden konnte, begründete Klaus Gerth, stellvertretender EWF-Betriebsleiter, mit dem Hinweis, dass für den Innenausbau und die Haustechnik zunächst kein Angebot abgegeben worden sei. Auch die Sommerferien hätten den Baufortschritt verzögert.

Gelber Sack: Automat angedacht

Einige Detailfragen seien noch nicht abschließend geklärt. Dabei gehe es einmal um den Schutz der Mitarbeiter vor Übergriffen von Bürgern. Aktuell angedacht ist eine Videoüberwachung im Vorraum vor der Theke. Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) zeigte sich skeptisch und gab zu bedenken, dass die gleichen Sicherheitsstandards dann auch für andere Abteilungen der Verwaltung wie Ordnungsamt oder Ausländerbehörde erwogen werden müssten.

Intensiv geprüft wird beim EWF derzeit auch eine Änderung der Modalitäten bei der Ausgabe der Gelben Säcke, bei der es immer wieder zu Unstimmigkeiten und aggressivem Bürgerverhalten kommt. Klaus Gerth deutete an, dass man zu einer Automatenausgabe übergehen wolle, wobei das Problem der Zugangsberechtigung noch nicht endgültig gelöst sei.

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