Frankenthal Nachspielzeit: Gipfel, T-Shirts und Präsente

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Beim Bergsteigen ist die Erstbezwingung eines hohen Gipfels etwas Besonderes. Im Fußball ist das Zufügen der ersten Niederlage für sich gesehen ein normales Ereignis. Doch es gibt Ausnahmen: Der Weltpokalsiegerbesieger FC St. Pauli ist sicher noch vielen in Erinnerung. Ein Sieg des damals Tabellenletzten der Ersten Bundesliga über die Münchner Bayern trug dem Kiezclub in der Saison 2001/2002 diesen „Titel“ ein. In diese Dimensionen ist die DJK Eppstein in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz natürlich nicht vorgedrungen. Besonders war der 3:1 (1:0)-Sieg gegen die TSG Eisenberg am Sonntag trotzdem. Denn für die TSG war es die erste Niederlage in dieser Saison. Der Sieg führt bei dem zum Rundenende scheidenden DJK-Trainer Halil Kaya zu einem lachenden und einem weinenden Auge. Für ihn zeigt der Sieg, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Dass sie zu sehr guten Leistungen fähig sei, habe die Truppe in den vergangenen Wochen angedeutet. Seiner Ansicht nach könne sie deutlich besser stehen als auf Rang sechs, von dem sie – zumindest nach oben – in dieser Saison vielleicht gar nicht mehr wegkommt. Andererseits sei der Sieg sehr schön. „Wir waren von Anfang an konzentriert, hätten nach dem ersten Durchgang deutlicher führen können“, meint Kaya. Zumindest die Führung durch Christian Brunsch (28.) sprang heraus. Matej Carapina (64.) erhöhte. Nach dem 1:2 durch Lampros Kafkas (70.) hätten die Gäste zwar noch einmal Druck gemacht, berichtet Kaya. Marc Mannweiler machte mit dem 3:1 (87.) den Sack zu. Eine Steilvorlage sei der Eppsteiner Sieg für den um die Meisterschaft mitspielenden VfR Frankenthal, sagt Kaya stolz. Der VfR spielt am Samstag in Eisenberg. Präsente dürfe der VfR gerne in die Kabine der DJK stellen, sagt Kaya lachend. Und mit dem Auswärtsspiel beim derzeitigen Spitzenreiter ESV Ludwigshafen hat die DJK noch einen großen Gipfel vor sich. Ob sie sich allerdings T-Shirts mit „Meistermacher des VfR Frankenthal“ drucken lassen würde, ist fraglich.

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