Frankenthal
Nach Glatteiswarnung: Schulen lassen Eltern entscheiden
Keine große Sache war das vorausgesagte Winterwetter am Montagmorgen für die Schulen in Frankenthal und dem Umland. „Es ist ja glimpflich verlaufen“, sagt Silke Günther, stellvertretende Leiterin der Realschule plus Bobenheim-Roxheim. „Wir haben am frühen Morgen die Mitteilung herausgegeben, dass die Eltern selbst entscheiden sollen, ob ihr Kind in die Schule kommen kann.“ Das Ergebnis am Vormittag: Nur wenige fehlten, und auch in der Lehrerschaft gab’s so gut wie keine Lücken.
Die Grundschulen in Bobenheim-Roxheim und der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim hatten sich wie so oft abgestimmt und den Eltern den Schulbesuch ihrer Kinder ebenfalls freigestellt. Die Rektorinnen Susanne Gärtner (Beindersheim) und Anja Blum (Lambsheim) berichteten von relativ wenigen leeren Plätzen. Bei der Abwägung wegen Unwettergefahr sei die drängendere Frage, „ob wir unser Personal antreten lassen“, erklärte Gärtner.
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Auf der einen Seite gebe es die Fürsorgepflicht gegenüber den Lehrkräften, auf der anderen das berechtigte Interesse berufstätiger Eltern an der Betreuung ihrer Kinder. Diese Abwägung hat in der Beindersheimer Ganztagsschule gut geklappt. Die Schüler der wenigen Kollegen, die Angst vor glatten Straßen hatten, wurden laut Gärtner mit einem extra erstellten Tagesplan beschäftigt.
Wie im Umland wurde es in Frankenthal den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder nicht. Leere Klassensäle gab es deshalb nicht, und auch reines Homeschooling wurde nach Kenntnis der Stadt an keiner Schule angeboten.
Kaum Probleme im Schülerverkehr
Im Schülerverkehr traten zudem weniger Probleme auf als erwartet. Mit Blick auf den Einsatz von Kleinbussen zur Beförderung von Schülern aus dem Umkreis zur jeweiligen Frankenthaler Förderschule erklärte die Stadt: „Lediglich vier Busse aus dem Raum Mainz und Ingelheim zur Augustin-Violet-Schule sowie zwei Busse zur Neumayerschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache aus dem Raum Alzey-Worms konnten nicht fahren.“