Frankenthal Naßhan fordert mehr Disziplin

Frankenthal. Nach einer wechselhaften Vorrunde hat die DJK Eppstein als Aufsteiger auf dem elften Platz der Bezirksliga Vorderpfalz überwintert. Trainer Uwe Naßhan setzt auf Disziplin, Einsatz und taktische Vorgaben, um den Klassenerhalt frühzeitig klarzumachen. Neuzugänge wurden keine geholt.
Drei seiner fünf bisherigen Saisonsiege holte die DJK in den ersten drei Spielen. In den weiteren 15 Partien gewannen die Eppsteiner nur noch zweimal. Insgesamt 21 Punkte wurden gesammelt. Das entspricht aktuell Platz elf, der Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Die Naßhan-Elf zeigte in der Bezirksliga bislang zwei Gesichter. „Mit dem ersten Teil der Saisonhälfte bin ich sehr zufrieden. Die Verletzungen von Raphael Weber und Patrick Divivier haben uns dann aber etwas aus der Bahn geworfen, und einige Spieler haben ein paar Prozent nachgelassen“, bilanziert Naßhan. Insbesondere die Phase ab Oktober, als die DJK auf dem Gelände des Nachbarvereins TSV Eppstein trainierte, habe einen kleinen Einbruch gebracht, erläutert der Coach. „Da hat bei einigen die Trainingsbeteiligung abgenommen. Statt 20 hatte ich aufgrund von Verletzungen zeitweise nur 13 Spieler zur Verfügung.“ Man habe aber viel aus der Substanz gemacht und eine insgesamt solide Vorrunde gespielt, betont Naßhan. „Wir haben vor der Saison nur neue Spieler aus unteren Ligen mit Talent geholt und auf gestandene Akteure höherer Klassen verzichtet. Deshalb bin ich mit den Ergebnissen bisher zufrieden.“ Neuzugänge hat die DJK auch jetzt nicht verpflichtet, stattdessen mit Tobias Wilk und Simon-Marius Schermer zwei Spieler verloren. „Im Winter sind Neue meist zu teuer, und die Identifikation mit dem Verein ist auch schwierig“, meint der Trainer. „Ich forme lieber junge Spieler, die uns langfristig weiterbringen.“ Mit David Storzum, David Roos und Dominic Thiel hat Naßhan drei Talente aus der zweiten Mannschaft in die Vorbereitung auf die Rückrunde eingebunden. „Die Jungs haben sehr gut trainiert, sind lernwillig und könnten für Überraschungen sorgen. Sie haben auf jeden Fall gute Einsatzchancen“, ist Naßhan überzeugt. Grundsätzlich gelte für die Rückrunde: Wer im Training Leistung bringt, spielt. Dabei will Naßhan keine Rücksicht auf Namen nehmen. Ohne hundertprozentigen Einsatz habe man keine Chance, auf Dauer in der starken Bezirksliga zu bestehen. „Wir brauchen absolute Disziplin und die Bereitschaft von jedem einzelnen, über die eigenen Grenzen zu gehen. In der Hinrunde haben wir zu viele Punkte verschenkt, weil wir oft mit zehn Mann zu Ende spielen mussten“, betont der Coach. Zudem sei seine Mannschaft in einigen Situationen zu naiv gewesen und habe den Gegner gestärkt. Naßhan: „In der Bezirksliga bestrafen die anderen Mannschaften solche Fehler konsequent. Das müssen wir abstellen und die Anzahl der Gegentore drastisch senken.“ Ob er das System ändert oder auf Spielerwechsel zurückgreift, entscheide er nach Abschluss der Vorbereitung, so Naßhan. Hoffnung setze er auf den wieder genesenen Weber und die drei aufgerückten Akteure: „Raphael wird uns gut tun, und mit insgesamt 16 Spielern haben wir mehr Konkurrenz im Team. Auch Fatih Sezgin kann wieder voll angreifen und hat noch Potenzial.“ Sorgen bereite eine Knieverletzung von Torjäger Benjamin Baumann, der mit 15 Treffern auf Platz drei der besten Ligaschützen steht. „Bei ihm und Steffen Rittmann sieht es für die nächsten Wochen nicht gut aus. Die Ausfälle wiegen schwer“, sagt Naßhan. Mit Disziplin, Einsatz und genauen taktischen Vorgaben sieht er trotzdem gute Chancen, die Klasse zu halten: „Zum Ende der Hinrunde haben die Jungs mit Leidenschaft gekämpft und wichtige Punkte erzwungen. Davon brauchen wir mehr.“ Den Rückrundenstart beim zweitplatzierten SV Bad Dürkheim (40 Punkte) am Sonntag, 1. März, 15.30 Uhr, sieht Uwe Naßhan nicht als Nachteil: „In so einer Partie sind die Spieler gleich gefordert und konzentriert. 15 bis 16 Punkte brauchen wir noch, und auch gegen einen Favoriten können wir einen Teil davon holen.“ (ixx)