Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Mundartband Horsch mol hi feilt per Skype am neuen Album

Bei Konzerten und der Studioarbeit unterstützt Bassist Klaus Luckert (links unten) das Duo Stephan Scholz (links oben) und David
Bei Konzerten und der Studioarbeit unterstützt Bassist Klaus Luckert (links unten) das Duo Stephan Scholz (links oben) und David Hällmeyer. Bis Dezember 2022 soll das dritte Album der Band fertig sein.

Wie können Musiker trotz Lockdown und Kontaktbeschränkung ein neues Album vorbereiten? Die Mundartband Horsch mol hi aus Bobenheim-Roxheim hat eine Lösung gefunden, wie sie zumindest mal neue Songs austüfteln kann. Aber wie entsteht Musik im Homeoffice?

Stephan Scholz singt und spielt Gitarre und schreibt die eigenen Stücke des Duos, David Hällmeyer macht den Rhythmus auf dem Cajon. Er schreibt auch die pfälzischen Texte für bekannte Rock- und Pop-Klassiker. Bei größeren Veranstaltungen und für das nächste Album ist Bassist Klaus Luckert mit von der Partie.

Während sich die Musiker vor der Pandemie im Probenraum zum Üben und Ausprobieren neuer Ideen jede zweite Woche getroffen haben, machen sie das nun schon lange nicht mehr. „Wir sind alle besonders vorsichtig. Einer hat eine schwangere Frau, der andere die 90-jährige Oma im Haus, da will keiner ein Risiko eingehen“, erklärt Scholz beim Telefonat mit der RHEINPFALZ. Aber eigentlich wäre es Zeit, am nächsten Album zu arbeiten, dem dritten seit Gründung der Band im Jahr 2015.

Aussetzer und Hänger kommen vor

Die zweite Platte sei qualitativ eine deutliche Steigerung zum Debüt gewesen, meint Scholz. Die nächste soll natürlich ebenfalls hohe Qualität in Sachen Musik, Arrangements und Klang bieten, aber sich wieder mehr in Richtung akustischer Musik bewegen. Zwei Songs habe er schon dafür geschrieben. Aber was machen die Bandkollegen damit?

„Wir treffen uns per Skype und schalten uns zu einer Videokonferenz zusammen“, erklärt Scholz. Allerdings sei es nicht möglich, so zusammen Musik zu machen. Kurze Aussetzer oder Hänger in der Übertragung kämen vor, und schon falle der gemeinsame Rhythmus auseinander.

„Jeder bringt seine Idee mit und spielt sie allein vor. Dann hören die anderen sich das an und wir überlegen, was wir damit machen“, erklärt Scholz. Auch Bassist Luckert ist dabei und bringe gute Impulse ein. Wenn klar sei, was jeder zu spielen habe und das Tempo feststehe, sei das die „Hausaufgabe“ für jeden: Jeder übt seinen Part zu Hause und macht eine Aufnahme. Die geht an Scholz, der die Spuren zusammenlegt und daraus ein Stück macht. So können sich die Musiker zumindest einen Eindruck davon verschaffen, wie das Arrangement als Ganzes wirkt.

Song über Corona-Pandemie passt nicht zur Band

Ein bestimmtes Thema für das Album stehe noch nicht fest. Erfahrungsgemäß dauere es rund zwei Jahre, um alle Stücke zu komponieren und zu arrangieren. Aufnahme und Produktion nähmen noch einmal gut neun Monate in Anspruch. „So etwa im Dezember 2022 sollte das Album dann erscheinen“, schätzt Scholz. Die aktuelle Pandemie-Situation will er als Songschreiber nicht verarbeiten. „Das ist einfach nicht lustig, und wir sind ja Stimmungsmacher. Das würde nicht zu uns passen“, meint er.

Nach der Zeit ohne Auftritte und Proben habe die Band im Dezember mit den virtuellen Treffen angefangen. Für eine Gruppe, die vorwiegend auf Weinfesten oder privaten Feiern für Stimmung sorge, seien Streaming-Konzerte keine Alternative, sagt Scholz.

Noch Fragen?

Internetseite der Band, beim Globus-Markt in Bobenheim-Roxheim, Südring 2, im Laden Fein-Stick in Frankenthal, Schnurgasse 36, die Homepage „Alles mit Dubbe“ sowie direkt bei der Band per E-Mail an info@horschmolhi.de zu bekommen.

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