Frankenthal
Motorsport: Team Schütz will bei GT-Masters in Zandvoort aufs Juniorpodium
Mit der ersten Saisonhälfte in der ADAC-GT-Masters-Serie ist das Team Schütz Motorsport zufrieden. Nach der Sommerpause sollen die Ergebnisse noch etwas besser werden. Am Wochenende stehen im niederländischen Zandvoort die nächsten Rennen an.
Die beiden Piloten des Rennstalls aus Bobenheim-Roxheim, Marvin Dienst und Aidan Read, führen im Mercedes-AMG GT3 aktuell die Juniorwertung im GT Masters mit einem Vorsprung von 8,5 Punkten auf Max Hofer (Montaplast by Land-Motorsport, Audi) an. Die Verteidigung der Spitzenposition im Tableau der Fahrer unter 25 Jahren habe Priorität, sagt Teamchef Christian Schütz. Dienst und Read standen bereits in Oschersleben und Most auf dem Juniorpodium. Das würden sie natürlich auch gerne in Zandvoort wieder erreichen. „Dass wir in der Juniorwertung ganz oben stehen, zeigt, dass wir nicht alles falsch gemacht haben“, sagt Schütz. Mit der ersten Saisonhälfte ist er zufrieden: „Die Entwicklung stimmt, und mit dem neuen Auto sind wir immer besser zurechtgekommen.“
An den verbleibenden vier Rennwochenenden soll es auch in den beiden Hauptwertungen noch etwas nach oben gehen, erläutert Schütz. Auch wenn man im Kampf um die Meisterschaft wohl keine Rolle spielen werde. „Das war vor der Saison aber auch nicht unser Anspruch“, stellt der Teamchef klar. In der Tabelle aller Fahrer nehmen Dienst und Read derzeit den 13. Platz ein, in der Teamwertung rangieren die Bobenheim-Roxheimer auf dem elften Rang. Vor dem siebten und achten Saisonlauf führen die Audi-Piloten Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (HCB-Rutronik-Racing) die Meisterschaft an.
Rennen in Österreich abgehakt
Die beiden vergangenen Rennen auf dem österreichischen Red-Bull-Ring seien abgehakt, erklärt Schütz. Nach einer unverschuldeten Kollision im ersten und einer Durchfahrtsstrafe im zweiten Lauf reichte es Anfang Juni nur zu den Plätzen 18 und 14. „Das Wochenende auf dem Red-Bull-Ring fing für uns nicht einfach an, aber wir haben viel gelernt und konnten uns steigern“, sagt Schütz.
Weil der Mercedes durch einige Rempeleien und Berührungen in Zweikämpfen ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden sei, hätten in der Sommerpause Reparaturarbeiten angestanden. Auch eine Revision von Motor und Getriebe habe angestanden.
Auf dem 4,3 Kilometer langen Circuit Zandvoort erwartet Schütz schwierige Rennen. Zeit zum Testen habe es für die Bobenheim-Roxheimer aufgrund anderer Verpflichtungen nicht gegeben. Ein Vorteil für die anderen Teams, die bei den Vortests schon auf dem Kurs an der Nordseeküste gefahren sind? „Wahrscheinlich schon, zumal die Strecke neu asphaltiert worden ist. Da haben wir jetzt noch gar keine Erfahrungen“, sagt Schütz. „Auf der anderen Seite ist für das Wochenende Regen angesagt, das könnte uns in die Karten spielen.“
Zandvoort: Mutstrecke alter Schule
Ein weiterer möglicher Nachteil: Der Australier Aidan Read, der seine erste Saison im GT Masters bestreitet, kennt die Strecke bislang nur vom Simulator. Und die gilt in Fahrerkreisen als Mutstrecke alter Schule ohne Auslaufzonen. „Zandvoort verlangt viel von den Fahrern“, betont der Teamchef. „Es ist aber auch eine flüssige Strecke, die den GT3-Autos sehr entgegenkommt.“ Mit einer Prognose ist Schütz vorsichtig: „Punkte wären natürlich schön.“
Auch in der Serie ADAC GT4 Germany mischt Schütz Motorsport am Wochenende wieder mit. Allerdings steht dort ein Fahrerwechsel an: Marcus Suabo teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT4 künftig mit Manuel Lauck, der jüngst beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps die Amateurwertung gewonnen hat. „Manuel soll Marcus einen Schub geben“, erklärt Schütz.
Die Rennen werden live im Fernsehen von Sport 1 übertragen: GT Masters am Samstag ab 14.45 Uhr, am Sonntag ab 13.05 Uhr; GT4 Germany am Samstag ab 11.55 Uhr, am Sonntag ab 14.40 Uhr.