Frankenthal
Motorsport: Team Schütz sammelt fleißig Punkte im ADAC GT Masters
Eine ordentliche Punkteausbeute sicherten sich Marvin Dienst und Aidan Read im Mercedes von Schütz Motorsport im zwölften Saisonlauf in der ADAC-GT-Masters-Serie auf dem Hockenheimring. Die Fahrer in Diensten des Teams aus Bobenheim-Roxheim wurden am Sonntag als Elfte abgewunken und erreichten damit den zweiten Platz in der Juniorwertung.
Teamchef Christian Schütz war mit dem Abschneiden am Sonntag zufrieden. Zumal der Australier Aidan Read am Morgen mit dem 18. Startplatz sein bislang bestes Qualifying-Ergebnis erzielt hatte. Wie schon am Vortag gab es auch im zweiten Lauf des Wochenendes gleich zu Beginn einen heftigen Unfall. Nach dem Neustart verlor Read einige Plätze, kam im Laufe des Rennens im Feld aber immer weiter nach vorne. Der Schlüssel für die spätere Punkteausbeute war ein später Boxenstopp des Teams. „Da haben wir etwas gepokert“, bekannte Schütz.
Nach dem Fahrerwechsel bewies Dienst einmal mehr seine Qualität. Der Lampertheimer kämpfte sich in den verbleibenden Minuten von Position 15 auf elf vor. Der Lohn für das Schütz-Duo war Platz zwei in der Juniorwertung für Fahrer unter 25 Jahre. In der Gesamtwertung in dieser Kategorie nehmen Dienst und Read vor den letzten beiden Saisonrennen mit jeweils 145,5 Punkten den dritten Rang ein.
Pflichtstopp zu spät: Am Samstag geht’s von Platz neun zurück auf 23
Auch im Samstagslauf auf dem Hockenheimring hatten die Bobenheim-Roxheimer gezeigt, dass mit ihnen im GT-Masters zu rechnen ist. Dienst hatte den Schütz-Mercedes im ersten Qualifying auf den neunten Startplatz gestellt. Einem Massencrash in der zweiten Kurve konnte der gebürtige Wormser ausweichen. „Ich musste auf die Wiese, mit dem Auto war aber so weit alles in Ordnung“, sagte Dienst dem Fernsehsender Sport1. Nach dem Neustart fuhr er weit nach vorne, wurde vom Team aber zu spät in die Box beordert. Als er zum Fahrerwechsel abbog, war das Zeitfenster für den Pflichtstopp, den jedes Team absolvieren muss, bereits geschlossen. Die fällige Strafe spülte Read dann weit nach hinten. Der Australier wurde auf Position 23 abgewunken. Dienst sprach von einem bedauerlichen Fehler: „Es wäre sicher mehr drin gewesen für uns.“
Der 22-Jährige bekam am Wochenende doppelte Einsatzzeiten. Für die Bobenheim-Roxheimer griff er wie schon auf dem Nürburgring auch in der Serie ADAC GT4 Germany ins Lenkrad. „Marvins Engagement zahlt sich aus“, sagte Teamchef Christian Schütz. Hobbyrennfahrer Marcus Suabo (50, Ettlingen) profitiere von dessen Erfahrung. Im ersten Rennen ging es für die beiden im etwas zivileren Merdedes-AMG GT4 von Position 20 auf Rang zehn vor. Im zweiten Lauf am Sonntag holte Dienst im Qualifying sogar den fünften Startplatz heraus. Suabo überfuhr am Ende als 14. die Ziellinie.
Im Kampf um die Meisterschaft im erstklassig besetzten GT Masters hatte sich das Lamborghini-Duo Christian Engelhart/Mirko Bortolotti (Grasser Racing) nach seinem Laufsieg am Samstag noch Hoffnungen gemacht. Doch die wurden tags darauf zerstört. Die Audi-Piloten Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser (HCB-Rutronik Racing) sicherten sich mit einem Start-Ziel-Sieg vorzeitig den Titel. Die Corvette der Verfolger Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition) wurde Opfer der Startkarambolage. Damit ist die Entscheidung in der Meisterschaft erneut am Hockenheimring gefallen, obwohl am 28. und 29. September noch zwei Rennen gefahren werden. Das Saisonfinale geht diesmal auf dem Sachsenring über die Bühne.