Frankenthal
Motorsport: Gebrauchtes Wochenende für Team Schütz im ADAC GT-Masters
Keine Punkte, aber wertvolle Erfahrungen gesammelt: So lassen sich die Rennen im ADAC-GT-Masters im niederländischen Zandvoort für das Team Schütz zusammenfassen. Am Samstag wurden die Bobenheim-Roxheimer nach einer Kollision durch ein technisches Problem ausgebremst, und am Sonntag reichte es nur zu Platz 24.
Regen im Qualifying, dazu starker Wind – gleich am Samstagmorgen zeigte sich, warum der 4,3 Kilometer lange Rundkurs an der Nordseeküste zu den schwierigen Strecken im Rennkalender der ADAC-GT-Masters-Serie zählt. Die Voraussetzungen für ein gutes Abschneiden waren für Marvin Dienst und Aidan Read im ersten Einsatz nach der Sommerpause dennoch gut. Obwohl das Team aus Bobenheim-Roxheim im Vorfeld keinen Testtag absolviert hatte und somit nur das freie Training am Freitag blieb, um den Mercedes-AMG GT3 auf die Strecke in den Dünen abzustimmen, fuhr Dienst den zehnten Startplatz heraus.
Doch schon kurz nach dem Start kollidierte der Lampertheimer in einer Rechtskurve mit Luca Ludwig im HB-Racing-Ferrari. Dienst lag auf der Außenspur vorne, innen steckte Ludwig nicht zurück. Es kam zur Berührung, der Mercedes drehte sich einmal um die eigene Achse. Für Teamchef Christian Schütz war das ein Rennunfall, „wie er schon mal passieren kann“. Allerdings einer mit Folgen: Dienst konnte zwar weiterfahren, fiel aber auf Platz 29 zurück. „Durch den Stoß hat sich die Spur an der Hinterachse verstellt“, erklärte Schütz gegenüber der RHEINPFALZ.
Vorzeitiges Ende am Samstag
Der Lampertheimer machte trotzdem ein paar Plätze gut. „Wir hatten dann noch etwas Glück mit einer Safetycar-Phase und waren dank perfekter Taktik des Teams nach allen Fahrerwechseln wieder Elfter“, erläuterte Dienst laut einer Pressemitteilung des Teams. Doch während sich die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti und Christian Engelhart (GRT Grasser) den Laufsieg sicherten, schaffte es Aidan Read im Schütz-Mercedes nicht ins Ziel. „Mit fortlaufender Renndauer hatten wir immer größere Bedenken, dass es neben der verstellten Spur noch weitere Schäden am Fahrzeug geben könnte. Deshalb haben wir Aidan sicherheitshalber an die Box geholt und den Lauf vorzeitig beendet“, berichtete Schütz.
Am Sonntag zeigte sich mit Startplatz 28, dass sich der Australier in seiner ersten Saison in der hart umkämpften Serie noch immer schwer tut. „Es war ein schwieriges Qualifying mit vielen Rotphasen, er hatte nur wenig Zeit im Auto und musste ständig mit unterschiedlichen Bedingungen zurechtkommen“, sagte Teamchef Christian Schütz. Read und Dienst, die den Lauf auf gebrauchten Reifen bestritten, konnten sich nicht merklich verbessern. Mehr als Platz 24 war für die beiden nicht drin im achten Saisonrennen, das Ricardo Feller und Dries Vanthoor im Land-Audi gewannen. In der Juniorwertung gaben Dienst und Read ihre Spitzenposition an Max Hofer (Land Motorsport, Audi) ab. Die beiden Schütz-Fahrer rutschten dort auf den fünften Platz ab.
GT4-Projekt mit neuem Fahrer
„Es war kein einfaches Wochenende für mich“, wird Read in einer Pressemitteilung von Schütz Motorsport zitiert. „Sowohl das Team als auch wir Fahrer haben uns in Zandvoort sehr schwer getan“, meinte Dienst. „Wir sind eine junge Mannschaft mit jungen Fahrern. Deshalb sind auch schwächere Wochenenden völlig normal“, bekannte Schütz. „Schon am nächsten Wochenende auf dem Nürburgring wollen wir den Abstand zur Spitze wieder reduzieren. Der zehnte Startplatz von Marvin am Samstag hat gezeigt, dass wir grundsätzlich konkurrenzfähig sind.“
Beim GT4-Projekt der Bobenheim-Roxheimer sorgt der neue Fahrer Manuel Lauck laut Schütz für einen Schub. Auch wenn die Ergebnisse – Platz 15 und 19 in Zandvoort – noch ausbaufähig seien. Lauck, der Marcus Suabo unterstützen soll, brachte den Schütz-Mercedes in der Serie GT4 Germany am Sonntag auf den sechsten Startplatz. „Er hat das Auto auch vor dem Fahrerwechsel sehr gut platziert“, lobte der Teamchef.