Kommentar
Mitarbeiterbefragung: Furcht vor dem Ergebnis
In derselben Sitzung, in der die Verwaltungsspitze eine Mitarbeiterbefragung zumindest für die nähere Zukunft so vehement ablehnt, argumentiert sie bei verschiedenen Punkten mehrfach mit Vakanzen und fehlendem Personal. Aber liegt das nur am allgemeinen Fachkräftemangel und an der besseren Bezahlung in angrenzenden Bundesländern? Beides spielt gewiss eine Rolle, erklärt aber bestimmt nicht alle Probleme. Gerade jetzt, nach mehr als zwei Jahren pandemiebedingtem Ausnahmezustand, wäre es wichtig zu wissen, wo bei den Leuten der Schuh drückt. Dass der Personalrat mit der hohen Arbeitsbelastung argumentiert, damit eine solche Umfrage nicht vor 2024 stattfindet, spricht für sich. Haben sie im Rathaus möglicherweise Furcht vor schlechten Ergebnissen?
