Frankenthal Mit neuer Offensivkraft Richtung Wiederaufstieg

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FRANKENTHAL. Bezirksliga-Absteiger DJK Eppstein will mit dem neuen Trainer Halil Kaya, der bisher die zweite DJK-Mannschaft trainiert und Uwe Naßhan abgelöst hat, in der Fußball-A-Klasse deutlich offensiver agieren als in den letzten Runden. So will man nach Möglichkeit vorne mitspielen. Den sofortigen Wiederaufstieg fordert Kaya jedoch nicht gleich als Saisonziel.

Insbesondere mit dem Weggang von Benjamin Baumann, aber auch mit Willi Peschechodow hat die DJK Eppstein einiges an Offensivkraft eingebüßt. Doch Kaya möchte mit der offensiveren Ausrichtung seiner Mannschaft mehr Akteure in das Spiel nach vorne einbeziehen. Mit Marc Mannweiler, Fatih Sezgin, Okan Arslan, aber auch mit Neuzugang Florian Braun vom VfR Frankenthal habe die DJK Eppstein schon einige gute Offensivspieler im Kader. Der ein oder andere müsste diese Qualitäten nur mehr zeigen als in den vergangenen Spielzeiten, meint der Trainer. Das neue System soll der Mannschaft mehr Spaß machen als bisher. Schon aus der Defensive heraus will Kaya mehr auf spielerische Mittel setzen. Es soll nicht mehr so oft der lange Ball nach vorne geschlagen werden. Der Schwerpunkt sei in den vergangenen Runden auf die Defensivarbeit gelegt worden. „Das Verschieben und das Zustellen von Räumen haben viel Energie und Kraft gekostet“, meint Halil Kaya. „Wir wollen jetzt mehr agieren als reagieren.“ Ohne Kraft und Kondition wird es jedoch auch künftig nicht gehen. Deshalb haben die DJK-Spieler im Trainingslager im Schwarzwald für die neue Saison geschuftet. Der Coach glaubt, dass sein Team noch ein wenig Zeit braucht, um sich zu finden. Er hofft, dass die Zeit nicht allzu lange dauern wird. „Jeder darf Fehler machen, wir müssen dann nur die richtigen Lehren daraus ziehen“, sagt der Übungsleiter und nimmt erst einmal den Druck heraus. Der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga sei kein Muss, sagt Kaya. „Wenn es gut läuft, werden wir uns aber auch nicht wehren, ganz vorne mitzuspielen.“ Bei allem Spaß will er zudem eine klare Linie verfolgen: Der Zusammenhalt müsse stimmen. Einsatz und Leidenschaft müssten bei den Spielern vorhanden sein. Kaya: „Wer nicht mitzieht, kann gerne gehen.“ Wohlwollend habe er registriert, dass etablierte Spieler den jüngeren helfen. Bisher habe ihn in der Vorbereitung niemand enttäuscht. Auch der DJK-Anhang habe anerkennend registriert, „dass sich die Spieler bisher voll reinhängen“, so Kaya. Mit Raphael Weber und Patrick Divivier stehen zwei lange verletzte Spieler wieder im Kader. David Miftaraj hat den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen, nachdem er in der vergangenen Saison ausgestiegen war. Außerdem kamen Mohamed Oskay (Schwarz-Weiß Frankenthal) und Everen Koc (Vatanspor) zur DJK. Zu den etablierten Kräften stoßen noch vier Spieler aus der A-Jugend hinzu: Florian Gaß, Robin Gögel, Kim Bros und Jonathan Reis. „Da muss man einmal sehen, wie sie Fuß fassen“, sagt Kaya. In den Testspielen habe sich die DJK gegen höherklassige Teams noch schwer getan, gegen A-Ligisten aber ordentlich gespielt. So langsam wird es ernst. Am Sonntag, 15.30 Uhr, tritt die DJK im Kreispokal beim SV Obersülzen an. „Für mich ist das aber immer noch Vorbereitung“, meint Kaya. In der Liga geht es am Sonntag, 9. August, gegen Alemannia Maudach los. „Das ist auf unserem eigenen Platz eine schlagbare Mannschaft. Da sollten wir schon die ersten drei Punkte einfahren.“ (nt)

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