Frankenthal Mit flexiblen Angeboten punkten

Birgit Graber-Butsch ist Prokuristin, Steffen Huth Geschäftsführer der Abacus Experten GmbH.

Der Frankenthaler Personaldienstleister Abacus Experten GmbH sieht gute Chancen für weiteres Wachstum. Das hat Geschäftsführer Steffen Huth im Gespräch mit der RHEINPFALZ erklärt. Flexible Dienstleistungsangebote seien in der Wirtschaft zusehends gefragt, stellen Huth und Prokuristin Birgit Graber-Butsch fest.

Vor kurzem ist die Gesellschaft, die zur Klein-Pumpen-/KSB-Gruppe gehört, von der Johann-Klein-Straße in neue, größere Räume in der Siemensstraße 4-6 umgezogen. Ein notwendiger Schritt, wie Huth festhält: Das seit 2011 aktive Unternehmen beschäftige mittlerweile rund 90 Mitarbeiter. Die Abacus Experten GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der ebenfalls in Frankenthal ansässigen Beteiligungsgesellschaft Abacus alpha GmbH (siehe „Stichwort“), die von dem Unternehmer Klaus Kühborth gegründet wurde. Auf seine Initiative gehe auch die Gründung der Experten-GmbH zurück, sagt Huth. „Er hat erkannt, dass es für uns wie auch für unsere Kunden von Vorteil ist, wenn Dienstleistungen, die innerhalb der Klein-Pumpen-Gruppe erbracht werden, auch nach außen vermarktet werden.“ Daher sei diese Gruppe mit Stammsitz in Frankenthal ein wesentlicher, großer Auftraggeber; das Geschäft mit anderen Kunden wachse jedoch kontinuierlich. „Der Schwerpunkt liegt in der Rhein-Neckar-Region“, erläutert Birgit Graber-Butsch, „aber wir sind deutschlandweit aktiv“. Auf drei Feldern ist die Abacus Experten GmbH aktiv: Sie stellt Personal auf Zeit zur Verfügung, sie ist als Dienstleister für andere etwa auf den Feldern Buchhaltung, Rechnungswesen und Informationstechnik tätig und sie sucht und vermittelt qualifiziertes Fachpersonal. „Der Ruf der Zeitarbeitsbranche ist schlecht“, weiß Huth. „Wir versuchen, uns mit Qualität davon abzusetzen. Die Leistungen für die Arbeitnehmer sind bei uns besser als bei anderen.“ Nach der Probezeit biete man vermögenswirksame Leistungen, sagt Prokuristin Graber-Butsch. „Wir fördern die Weiterbildung unserer Mitarbeiter.“ In manchen Arbeitsbereichen werde auch die Arbeitskleidung gestellt, was in der Branche keineswegs selbstverständlich sei. „Wir wollen gerade in der Personalvermittlung wachsen und Dienstleistungen, zum Beispiel bei der IT, stärker nach außen verkaufen“, sagt Huth. Flexibel auf die wirtschaftliche Entwicklung reagieren zu können, werde für Unternehmen immer wichtiger. Im Sektor Zeitarbeit gehe es vor allem bei Standardleistungen „eher um einen Verdrängungswettbewerb“; daher setze man eher auf „höherwertige Dienstleistungen“. Zeitarbeit könne auch zur Brücke zu einem unbefristeten Arbeitsvertrag werden, sagt Birgit Graber-Butsch. Mitunter wählten Arbeitgeber diesen Weg ganz bewusst, um sich Kandidaten zunächst einmal kritisch anzuschauen. Wer mit seinem Einsatz überzeuge, werde dann fest übernommen. „Das kann zum Beispiel eine Chance für Personen sein, die nach der Elternzeit in den Beruf zurückkehren“, sagt sie. „Wir brauchen laufend neues Personal“, sagt Huth. „Gerade in den technischen Berufen wird es schwieriger, neue Leute zu finden.“ Ingenieure und Techniker seien zurzeit besonders gefragt. „Aber auch bei kaufmännischen Berufen ist die Nachfrage da“, ergänzt Graber-Butsch. Man sei auch offen für Initiativbewerbungen, signalisieren die Verantwortlichen. Der 34-jährige Diplom-Kaufmann Huth, der in Mannheim seine Doktorarbeit geschrieben hat, war nach „diversen Positionen im Finanz- und Rechnungswesen“ bei der Frankenthaler Klein Pumpen GmbH tätig und „gleichzeitig als Investment Manager bei der Abacus alpha GmbH“ aktiv. Diese Aufgabe betreut er weiterhin; Geschäftsführer der Abacus Experten GmbH ist er seit Mai dieses Jahres. Birgit Graber-Butsch, ursprünglich technische Zeichnerin, hatte verschiedene Aufgaben in Marketing und Management inne, bevor sie 2011 in die Experten GmbH einstieg; seit 2015 ist sie dort Prokuristin. Zu Umsatz und Ertrag der Abacus Experten GmbH sagt der Geschäftsführer nichts. Im jüngsten im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss für 2014 wird auf die Publikation einer Gewinn- und Verlustrechnung „verzichtet“. Festgehalten ist jedoch, dass der „Jahresüberschuss in Höhe von 273.308,03 Euro“ an die Muttergesellschaft Abacus alpha GmbH abgeführt werde. Beim Personal stehen die Zeichen auf Expansion: „Wir wollen um eine zweistellige Kopfzahl pro Jahr wachsen“, sagt Steffen Huth.

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