Sport allgemein RHEINPFALZ Plus Artikel Mit 23 Jahren ein Fußballheld

Denis Rohrmann ist als Fußballheld ausgezeichnet worden.
Denis Rohrmann ist als Fußballheld ausgezeichnet worden.

Er ist jung, er ist sportlich und er ist engagiert: Der 23-jährige Denis Rohrmann wurde vom Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) als Fußballheld ausgezeichnet. Mit seinen 23 Jahren trainiert er mit Gabriele Hack die D-Jugend des ASV Mörsch. Selbst kickt er aber noch für einen anderen Verein. Und einem dritten Verein gilt seine ungeteilte Sympathie.

Dass er sprunghaft ist, dass sollte aufgrund der besonderen Konstellation Denis Rohrmann niemand nachsagen. „Was ich mal angefangen habe, das beende ich auch“, sagt der 23-Jährige selbstbewusst. Seit 2019 ist er Jugendtrainer beim ASV Mörsch. Angefangen hat er damit, die E-Jugend als Cotrainer zu betreuen, nun ist er Übungsleiter der D1 und D2-Jugend des ASV. „Mir macht das Spaß“, sagt Rohrmann zu der Arbeit mit Kindern. Er habe einen guten Draht zu den Nachwuchskickern, finde stets die richtige Ansprache, könne auch gut mit den Eltern der jungen Fußballer, lobt Gabriele Hack, die mit ihm die D-Jugend betreut. Dass er bei der Ehrung durch den Vorsitzenden des Fußballkreises Rhein-Pfalz, Klaus Rings, dann im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, das war ihm weniger angenehm.

Kein Bezug

Zum Trainerjob ist er eher zufällig gekommen. Eine unverbindliche Frage im privaten Umfeld der Eltern, ob er sich das nicht vorstellen könne beim ASV Mörsch? Er hat es sich angeschaut und ist geblieben. Dabei hatte er damals gar keinen Bezug zum ASV Mörsch. Denn Denis Rohrmann spielte in der zweiten Mannschaft des SC Bobenheim-Roxheim. Zum Verein am Binnendamm ist der Frankenthaler gekommen, weil er mit Freunden kicken wollte. Als die zweite Mannschaft des SC kürzlich vom Spielbetrieb abgemeldet wurde, wechselte er nicht nach Mörsch, sondern versucht nun sein Glück bei der Ersten des SC. Wenn es passt, sportlich und kameradschaftlich, kann er sich vorstellen zu bleiben.

Für Dennis Rohrmann ist es nach eigenen Aussagen wichtig, dass die Chemie, das Miteinander im Verein stimmt, damit er sich wohlfühle. Zuletzt habe das in der zweiten Mannschaft des Sportclubs nicht so gepasst. Trotzdem habe er nach Auflösung dem Verein dort nicht den Rücken gekehrt.

Begeistert für den Fußball haben ihn seine beiden Großväter, die ihn zum ersten Training bei der Vereinigten Turnerschaft gebracht haben, wo er mit drei Jahren erstmals auf dem Rasen stand. Inzwischen haben sie auch beim ASV Mörsch ein Auge auf ihn geworfen. Doch noch trennt er Trainerjob und privaten Freizeitspaß. Das Leben zwischen zwei Vereinen lässt ihm kaum noch Spielraum für andere Freizeitaktivitäten. Zwei eigene Trainingseinheiten, zwei mit der D-Jugend des ASV, dazu die Spiele am Wochenende, da ist er ausgelastet. Und da wäre ja noch der dritte Verein, für den er sich begeistern kann: den 1. FC Kaiserslautern. Doch Besuche auf dem Betzenberg in Kaiserslautern, um seinen dritten Herzensverein live zu sehen, seien eher selten möglich. „Nebenbei“ studiert er schließlich noch Chemie an der Universität Mainz. Auf dem Fußballplatz bekomme er den Kopf frei von den Anstrengungen des Studiums, sagt Rohrmann.

Richtige Worte

„Er entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem jungen Trainer, der kompetent und mit Leidenschaft immer die richtigen Worte für die Mädchen und Jungen findet, die er betreut“, schrieb Gabriele Hack Klaus Rings in die Ehrungslaudatio. Für die Trainingseinheiten sei er immer vorbereitet.

Das Geschenk, dass der Sportkreisvorsitzende mitbrachte, kann sich sehen lassen: eine fünftägige „Fußball-Bildungsreise“ nach Barcelona darf Denis Rohrmann antreten. Zusätzlich ist die Betreuung der „Fußballhelden“ Teil eines Masterplans des Deutschen Fußball-Bundes, um eine nachhaltige Förderung von jungen Ehrenamtlichen zu erreichen.

Denis Rohrmann beim Training mit der D-Jugend des ASV Mörsch.
Denis Rohrmann beim Training mit der D-Jugend des ASV Mörsch.
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