Frankenthal Metallkörbe für Laub bestehen Probelauf

Die vom Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF) probeweise aufgestellten 35 Metallkörbe zum Einsammeln des Herbstlaubes sind bei den meisten Anwohnern auf positive Resonanz gestoßen. Die Aktion soll daher in diesem Jahr fortgesetzt und auf weitere Straßen mit großem Baumbestand ausgedehnt werden.
Im Betriebsausschuss informierte EWF-Abteilungsleiter Jürgen Pohling auf Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion über Einzelheiten des Tests, der von Anfang Oktober bis Anfang Dezember 2013 im Friedensring (Lauterecken) sowie in der Herder- und Pohlystraße (Heßheimer Viertel) gelaufen ist. 35 Körbe mit einem Fassungsvermögen von jeweils 0,75 Kubikmeter seien am Straßenrand aufgestellt worden. Trotz des Einsatzes des Laubsaugers sei wegen der nicht ganz optimalen Einsammeltechnik noch sehr viel Handarbeit angefallen, sagte Pohling. Eine Verbesserung erwarte er durch einen Laubsaugcontainer, der in diesem Jahr angeschafft werden solle.
Die Investitionskosten für die grünen, etwa 60 Kilogramm schweren Laubkörbe bezifferte Pohling auf rund 7500 Euro, die zusätzlichen Personalkosten auf knapp 11.000 Euro. Der Überwachungsaufwand sei sehr groß gewesen, die EWF-Mitarbeiter hätten die Straßen nahezu täglich kontrolliert. Eine zeitliche Entlastung habe sich nicht ergeben, da es in den Teststraßen auch zusätzlich Laubsäcke und Laubhaufen gegeben habe, die ebenfalls zu entsorgen gewesen seien. Als Hauptproblem bezeichnete er überquellende Körbe, sodass in der heißen Phase des Laubfalls täglich geleert werden müsse.
Die Anwohnerbeschwerden hätten sich sehr in Grenzen gehalten, berichtete Jürgen Pohling. Auch seien erfreulicherweise nur wenige Fehlwürfe und kaum Ablagerungen neben den Laubkörben festgestellt worden. Aus anderen Gebieten seien inzwischen ebenfalls Anfragen eingegangen. Der Entsorgungsbetrieb wolle daher den Versuch im Herbst in den gleichen Straßen weiterlaufen lassen und die Philipp-Rauch-Straße mit zusätzlich 18 Laubkörben einbeziehen. Geprüft werde derzeit, ob auch ausgewählte Straßen in den Vororten berücksichtigt werden könnten.
Mit Blick auf den hohen Personalaufwand sprach sich Bürgermeister Martin Hebich (CDU) gegen eine großflächige Ausweitung des Versuches aus. Die Bürger an den Kosten zu beteiligen, lasse die geltende Gebührensatzung nicht zu. (eec)