Frankenthal Mehr Platz für Ebert-Schule

Für 2,6 Millionen Euro wird an der Südseite des bisherigen Gebäudes der Friedrich-Ebert-Realschule plus im Pilgerpfad ein Erweiterungsbau entstehen. Dafür ist gestern der erste Spatenstich gesetzt worden. Vom Land erwartet die Stadt einen Zuschuss in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro.
Rund 700 der 900 Quadratmeter der im Neubau entstehenden Nutzfläche sind für Unterrichtsräume geplant. Neben normalen Unterrichtsräumen werden in dem Bau mit zwei Etagen, der an das alte Gebäude direkt angeschlossen wird, Funktionsräume für den naturwissenschaftlichen, Kunst- und für den Musikunterricht untergebracht. Ein Computer-Zimmer wird ebenfalls eingerichtet. Herrlicher Sonnenschein begleitete die Feier rund um den Spatenstich, den Bürgermeister Martin Hebich (CDU), Schulleiter Stephan Hirt und Architekt Norbert Bentz im Beisein zahlreicher Leiter anderer Frankenthaler Schulen vornahmen. Es sei notwendig, dass die Schule räumlich erweitert werde, sagte Hebich. An die Schüler gewandt meinet er: „Dann wird es euch noch mehr Spaß machen, in die Schule zu gehen.“ In den Neubau werde eine Aufzugsanlage eingebaut, um den barrierefreien Zugang zur Schule zu ermöglichen. Viele Gespräche hätten seit der ersten Planung im Sommer 2013 stattgefunden. Alles sei zügig verlaufen. Dafür dankte Hebich allen Beteiligten, insbesondere dem Architekturbüro Norbert Bentz. In jeder Planung gebe es eine Position Unvorhergesehenes, sagte Hebich. Diese, so hofft der Bürgermeister, möge sich in möglichst kleinen finanziellen Dimensionen bewegen. Als er im Jahre 2011 an die Schule gekommen sei, da habe noch niemand an einen Neubau gedacht, sagte Schulleiter Stephan Hirt. Es sei mit ein Verdienst der Eltern und Lehrer, die immer wieder auf die Notwendigkeit verwiesen hätten, dass die räumliche Erweiterung nun Wirklichkeit werde. Ohne die große Unterstützung durch Oberbürgermeister Theo Wieder (CDU) und den Stadtrat wäre dies sicher in dieser Geschwindigkeit nicht zu bewältigen gewesen, erklärte Hirt. Die Zeit des Improvisierens finde so ein absehbares Ende. Denn beispielsweise die Musiker suchten derzeit immer nach Abstellmöglichkeiten für ihre Instrumente. Mal könnten diese im Mehrzweckraum, mal im Raum 124 verstaut werden. „Sie werden dann im Erweiterungsbau eine neue Heimat finden“, so Hirt. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ verwies Hirt darauf, dass die Schülerzahlen seit 2011 von rund 300 auf jetzt 400 gestiegen seien. So wie es aussehe, gebe es im kommenden Schuljahr drei Eingangsklassen. Um dem integrativen Konzept gerecht zu werden, das beispielsweise ab der siebten Klasse je nach Leistungsstufe die Trennung der Schüler einer Klasse in verschiedene Kurse vorsieht, werde das neue räumliche Angebot unbedingt gebraucht. Ebenso bestehe Bedarf, weil ab dem kommenden Jahr regulär die zehnte Klasse angeboten werde. Im Bereich Naturwissenschaften wolle die Schule zudem eine Stunde Jungen und Mädchen getrennt unterrichten, um insbesondere bei Mädchen die Hemmschwellen abzubauen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier zum ersten Spatenstich vom Schulchor und der Schulband, die den Song „Sailing“ von Rod Stewart und Lieder von Adel Tawil vortrugen. (nt)