Frankenthal Mehr als Holz mit Löchern

„Mit der Flöte durch die Jahrhunderte“ geht es in der Reihe „Musik! Hören und verstehen“ am Mittwoch, 10. Dezember, 19 Uhr, im Kunsthaus Frankenthal. Referent Wolfgang Müller-Steinbach stellt das oft verkannte Holzblasinstrument vor.
Kaum ein anderes Instrument erfuhr im Laufe der Jahrhunderte eine so unterschiedliche Wertschätzung durch die Komponisten wie die Flöte, heißt es in einer Mitteilung zu der Volkshochschulveranstaltung. Mit vielen Beispielen, gespielt von Flötistin Gerhilde Zuck, Lehrkraft für Flöte an der Städtischen Musikschule Frankenthal, will der Referent zeigen, wie völlig unterschiedliche Aufgaben die Komponisten je Epoche der Flöte zugewiesen haben, und wie irrig die Auffassung ist, die Flöte habe einen eingeschränkten Ausdrucksbereich. Nach großer Beliebtheit in der Barockzeit verschwand die Flöte fast vollständig aus dem normalen Sinfonieorchester. Erst Beethoven verwendete sie wieder regelmäßig in seinen Sinfonien, ein Umschwung kam mit dem französischen Impressionismus, in der Musik des 20. Jahrhunderts spielte sie eine noch größere Rolle. Der Eintritt zu der Veranstaltung beträgt sechs Euro. (rhp)