Breitensport
Mehr als Bewegung: Zwei Jahre Inklusionsspaziergang am Strandbad
Seit zwei Jahren trifft sich eine Seniorengruppe jeden Dienstag zum gemeinsamen Inklusionsspaziergang am Frankenthaler Strandbad. Dabei ist das soziale Miteinander genauso wichtig wie der gesundheitliche Aspekt.
Am Dienstag feierte die Gruppe ihr zweijähriges Bestehen. Christine Oehme-Gourgues, Bewegungsmanagerin für die Stadt Frankenthal, und Evi Weis, Sport-Inklusions-Lotsin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz für die Region Vorderpfalz, hatten am 9. April 2024 einen regelmäßigen Bewegungstreff an der frischen Luft gestartet. Jeden Dienstag, 10 Uhr, treffen sich seither die Teilnehmer jeweils für eine Stunde zum Inklusionsspaziergang am Strandbad, um gemeinsam etwas für ihre Gesundheit zu tun. Die DLRG-Ortsgruppe Frankenthal übernahm die Leitung dieses Inklusionsspaziergangs.
Stetiges Wachstum
„Mir bereitet das große Freude. Im Vordergrund steht, dass wir uns im Freien bewegen, damit wir gesund bleiben“, betont Jochen Lauer, Inklusionsbeauftragter der DLRG Ortsgruppe Frankenthal, der die Gruppe leitet. Gestartet war der Inklusionsspaziergang vor zwei Jahren mit neun Teilnehmern. Mittlerweile seien es bis zu 27, darunter zwei Männer. Am Eingang des Strandbads beginnt die Gruppe mit den Übungen zum Aufwärmen, an der nächsten Station seien Dehnungsübungen an der Reihe, informiert Jochen Lauer.
An der großen Wiese stehen Koordinations- und Gleichgewichtsübungen auf dem Programm. „Auf dem Scheitelpunkt des Spaziergangs folgt dann unsere Durchzählübung, wo wir Kniebeugen machen und einmal durchzählen, damit wir auch wissen, wie viele wir heute sind“, schildert der DLRG-Inklusionsbeauftragte. Auf dem Rückweg sind noch ergometrische Übungen, Dehnungsübungen und Atemübungen zu absolvieren, „bevor wir dann alle wieder erholt und frisch nach Hause gehen“. Im Sommer verläuft der Inklusionsspaziergang durchs nahe gelegene Wäldchen.
Einstieg jederzeit möglich
Wichtig sei aber auch die soziale Komponente. „Wir sind Freunde geworden, Viele von uns treffen sich auch privat. Wir machen auch außerhalb des Spaziergangs gemeinsame Unternehmungen“, berichtet Lauer, der betont: „Jeder kann bei uns mitmachen. Wir freuen uns über neue Leute.“
„Unsere Gesundheit ist wichtig, deshalb ist es besser, nach draußen zu gehen, anstatt zu Hause rumzusitzen“, sagt Katharina Schneider, die in der Nähe des Strandbads wohnt, die Gruppe dort gesehen hat, neugierig wurde und einfach einstieg. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt sie. Christine Oehme-Gourgues ist glücklich darüber, dass sich Teilnehmer auch außerhalb des Spaziergangs engagieren. „Vier von ihnen waren als Helferinnen bei der Mini-Olympiade dabei. Das war toll“, sagt sie.