Frankenthal Mörsch: Fragezeichen hinter Fuß- und Radweg
Zur Frage, wie eine Fuß- und Radwegeverbindung entlang der K 3 über die B 9 realisiert werden kann, soll eine „Potenzialanalyse“ erstellt werden.
Mit einem gemeinsamen Antrag hatten Ortsvorsteher Adolf-José König (SPD) und die Fraktionen von CDU, SPD und FWG gefordert, „dass der sichere Übergang nach den Vorentwürfen des Auftraggebers Stadt Frankenthal von 2009 endlich realisiert wird“. Dabei soll der bestehende Radweg angebunden werden. Zur Begründung wird in dem schriftlichen Antrag unter anderem festgehalten, dass der Pkw- und Schwerlastverkehr an dieser Stelle deutlich zugenommen habe; dadurch würden Fußgänger und Radfahrer auf der Brücke zusätzlich gefährdet. Zur Aufforderung, das Vorhaben nun endlich zu realisieren, sagte Hebich: „Dies ist finanziell ausgeschlossen, die Gesamtfinanzierung können wir nicht übernehmen.“ Laut BASF sei diese Verbindung nicht sicherheitsrelevant, daher sei mit Zuschüssen nicht zu rechnen und auch nicht mit Geldern des Landes, zumal derzeit kein konkreter Plan vorliege. Ortsvorsteher König erinnerte daran, dass es sei Jahren intensive Gespräche mit der BASF gegeben habe und auch finanzielle Unterstützung angeboten worden sei. Der frühere Oberbürgermeister Theo Wieder (CDU) habe sich sehr für diese Sache eingesetzt. Alle Mitglieder des Ortsbeirats hätten es als sicher angesehen, dass der Weg realisiert werde. Auch Peter Röß (FWG) betonte: „Wir haben Jahr für Jahr auf die Realisierung gewartet, und nicht einmal wurde uns gesagt, dass dies nicht machbar sei.“ „Ich kenne nicht alle Unterlagen, aber ein richtiges Konzept liegt nicht vor“, erwiderte Hebich. „Es gibt keine Planung, sondern lediglich eine Machbarkeitsanalyse“, meinte der Verwaltungschef. Er schlug vor, eine Potenzialanalyse zu machen und danach zu schauen, ob es eine Lösung geben könne. Diesem Vorschlag stimmte das Gremium zu. Wegen des Umzugs des bisherigen stellvertretenden Ortsvorstehers Daniel Winkes (CDU) in die Innenstadt musste dessen Amt neu besetzt werden. Einziger Kandidat war Beiratsmitglied Stefan Krantz (CDU); er wurde von dem Gremium gewählt. In den Beirat rückte für den ausgeschiedenen Winkes Wiltrud Thomas nach. Die städtische Gesamtverschuldung 2018 werde voraussichtlich 255,8 Millionen Euro betragen, erklärte OB Hebich zum Thema Haushaltsplan 2018. Wichtige Investitionen sollen selbstverständlich getätigt werden. Der Feldwege-Ausbau mit Ausgaben von 238.800 Euro stelle den größten Posten unter den städtischen Investitionen für den Vorort dar. „Die Haushaltsberatungen waren schwer. Schwerpunkte für Investitionen sind unter anderem die Wohnraumbebauung sowie der Bau beziehungsweise die Erweiterung von Kindertagesstätten“, sagte der OB. Ein erhöhter Zuschuss für die Erweiterung der Kita Heilig Kreuz sei genehmigt worden, er betrage 872.000 Euro (wir berichteten am 11. Dezember). Auf Nachfrage von Peter Kraus (CDU) sagte Ortsvorsteher Adolf-José König, dass der Baubeginn dort für 2018 vorgesehen sei. Auch für die Grundschule Mörsch, die städtische Kindertagesstätte Mörsch und die Spiel- und Bolzplätze gebe es Zuwendungen, führte Hebich aus. Der Seniorentreff Mörsch wurde bisher von Traudel Straßenburg geführt. Sie wolle diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen abgeben, daher werde eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht, sagte Ortsvorsteher König. Wer Interesse an der Aufgabe habe, könne sich an die Ortsverwaltung wenden. Wegen der Renaturierung des Mörschbachs mussten einzelne Bäume gefällt werden, diese Arbeiten seien inzwischen erledigt, berichtete König. Die aktuelle Einwohnerzahl in Mörsch beträgt nach seinen Angaben 3274 Personen.