Frankenthal
Lions-Club Frankenthal feiert 50-jähriges Bestehen mit großem Programm
Der Frankenthaler Lions-Club feiert 2020 sein 50-jähriges Bestehen. Den Präsidentenposten im Jubiläumsjahr, das am 1. Juli begonnen hat, übernimmt Alt-Oberbürgermeister und Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder (CDU). Der Serviceclub möchte zu seinem Geburtstag mit Spenden, beispielsweise für ein Palliativzimmer in der Stadtklinik, und einer großen öffentlichen Veranstaltung auf seine vielfältigen Aktivitäten aufmerksam machen.
„Woher wir kommen – wohin wir gehen?“ Dieses Motto hat Wieder für die Jubiläumspräsidentschaft gewählt, die er Anfang Juli angetreten hat. Mit dem besonderen Anlass seien gewisse Erwartungen verknüpft, sagt er. Es gehe nicht nur darum, Rückschau auf 50 Jahre Clubaktivitäten zu halten und sich zu vergewissern, wo man stehe, sondern auch darüber nachzudenken, „wohin die Reise geht“, erläutert der frühere Frankenthaler Oberbürgermeister. Dieser Anspruch spiegele sich im Programm wider.
Spenden für Palliativzimmer
Höhepunkt im Veranstaltungskalender wird eine Veranstaltung am Samstag, 7. März 2020, im Congress-Forum – öffentlich und nicht für geladene Gäste, wie Theo Wieder betont. Von 16 Uhr bis in den Abend hinein spielen dann Frankenthaler Musikgruppen, unterbrochen von Gesprächen und dem Rückblick in Bildern. Vorgesehen seien Interviews mit Vertretern aus fünf Jahrzehnten Clubleben. „Das wird eine richtig große Sache, auf die wir uns sehr freuen“, sagt der Lions-Präsident.
Der etwa 45 Mitglieder starke Serviceclub wird im Jahr seines 50-jährigen Bestehens nach Wieders Worten aber auch sein karitatives Engagement noch einmal verstärken. Ein zentrales Projekt dabei: die Finanzierung des dann vierten Palliativzimmers in der Stadtklinik. „Damit sind die im Landeskrankenhausplan in Frankenthal vorgesehenen Betten für unheilbar kranke Patienten geschaffen“, erklärt Internist Claus Lang, bei den Lions für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und außerdem Vorsitzender des Klinik-Fördervereins.
„Etwas Bleibendes schaffen“
Für den genannten Zweck und weitere Projekte habe der Club „eine ordentliche Summe auf der hohen Kante“, sagt Theo Wieder. Ausgeschüttet werden soll ein Betrag von rund 50.000 Euro – gespendet werde aber nicht um des Spendens willen. „Etwas Bleibendes zu schaffen“, dieses Ziel sei mit Vorhaben verknüpft, in die man investiere. Profitieren werde aller Voraussicht nach das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation, die Frankenthaler Tafel oder das Kulturzentrum Gleis 4, kündigt Wieder an.
Konzert in Erkenbert-Ruine
Die traditionellen Lions-Veranstaltungen stehen nach Wieders und Langs Darstellung im Gespräch mit der RHEINPFALZ auch im Jubiläumsjahr im Terminkalender. Da wären das Benefizkonzert mit dem Freinsheimer Club in der Erkenbert-Ruine am 8. August mit der Tuxedo Club Band, das gemeinsam mit anderen Serviceclubs angebotene Kinoevent im Januar 2020 oder das Weihnachtskonzert in der Zwölf-Apostel-Kirche mit der Pfälzischen Kurrende am 22. Dezember. In die jährliche Aktivität auf dem Weihnachtsmarkt sollen Abiturienten eingebunden werden.
Eine Besonderheit stellt die unter Wieders Ägide organisierte, allerdings clubinterne Vortragsreihe mit illustren Gastrednern dar, die am 13. August mit dem früheren Speyerer OB Werner Schineller (CDU) beginnt. Er wird sich der Frage „Warum sind die Pfälzer, wie sie sind?“ widmen. Bis in den Mai nächsten Jahres werden unter anderem der Präsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, und RHEINPFALZ-Chefredakteur Michael Garthe bei diesen Abenden sprechen.