Fußball
Ligaerhalt ist für FC Arabia schon in Reichweite
Dennoch wurde in der Winterpause ein Trainerwechsel nötig. Der neue Coach ist ein alter Bekannter. Am Freitag empfängt Arabia den Spitzenreiter Südwest Ludwigshafen.
Manuel Lochbrunner bekam vor vier Wochen einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung war Wissam Abdul Ghani, der Erste Vorsitzende des FC Arabia Frankenthal. „Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, wieder die Erste Mannschaft zu trainieren. Ich habe nach kurzer Überlegung zugesagt“, berichtet Lochbrunner und betont: „Ich habe den FC schon einmal trainiert und das Team von der C- in die B-Klasse geführt. „In den vergangenen beiden Jahren habe ich nichts mehr gemacht, was Fußball angeht. Aber verfolgt habe ich die Spielzeiten des FC natürlich weiterhin“, sagt der neue, alte Übungsleiter.
Der Grund für den Trainerwechsel beim Team vom Eichwiesenweg war, dass der bisherige Coach Ahmad Sherkawi wegen beruflichen Verpflichtungen sein Amt aufgeben musste. „Er hätte gerne weiter gemacht, aber es ging zeitlich nicht mehr“, weiß Lochbrunner, der betont: „Ahmad hat sehr gute Arbeit geleistet, ich will das fortführen. Mein Ziel ist es, in der Restrunde noch so viele Punkte wie möglich einzufahren.“
Aus den bisherigen 19 Partien hat der FC Arabia schon 29 Zähler geholt. Der Vorsprung der Frankenthaler auf den derzeit ersten Abstiegsrang, den der SV Ruchheim hält, beträgt somit acht Punkte. Da allerdings wohl keine sechs Mannschaften aus der Spielklasse absteigen werden, dürfte dem Aufsteiger nur noch wenig fehlen, um in Sachen Ligaverbleib sicherzugehen.
Der FC Arabia begann sehr gut. Nach dem 2:2 zum Rundenauftakt gegen den SV Weisenheim am Sand und dem 3:3 gegen den SC Bobenheim-Roxheim - beides zwei vermeintliche Schwergewichte in der A-Klasse - besiegte das Team des damaligen Chefcoachs Sherkawi die DJK Eppstein mit 3:0. Am vierten Spieltag gab es dann die erste Niederlage: ein 1:4 beim ASV Heßheim. Im Kreispokal erreichte der FC Arabia dann mit einem 4:0 beim SV Pfingstweide die nächste Runde. In der Liga folgte auf ein 3:3 gegen Vatanspor Frankenthal eine 0:3-Pleite beim SV Ruchheim.
Doch der FC Arabia ließ sich nicht beeindrucken. Am Spieltag darauf gewannen die Frankenthaler beim FC Arminia Ludwigshafen II mit 3:0 und brachten im nächsten Stadtderby zu Hause dem vermeintlichen Favoriten VfR Frankenthal mit einem 3:2 eine empfindliche Niederlage bei. Dem 0:2 bei Primus Südwest Ludwigshafen folgte ein 8:0-Erfolg beim PSV Grün-Weiß Ludwigshafen. Im Kreispokal kam dann das Aus beim MTSV Beindersheim (1:2). Doch in der Liga punktete der Neuling weiter. Beim TSV Eppstein gab einen 2:0-Erfolg. Die Partie bei der TSG Eisenberg wurde in der Schlussminute abgebrochen und letztlich für den Aufsteiger mit 2:0 gewertet.
Nach dem 3:5 zu Hause gegen den SV Obersülzen gewann der FC Arabia beim ESV Ludwigshafen mit 2:1. Im Derby bei der DJK SW Frankenthal verlor der Neuling zwar mit 0:3, holte beim ASV Maxdorf mit einem 3:3 allerdings einen Punkt. Im November lief es nicht mehr ganz so gut. In den beiden Auswärtspartien beim SV Weisenheim am Sand (1:5) und beim SC Bobenheim-Roxheim (1:4) gab es zwei klare Niederlagen. Doch durch den 1:0-Erfolg bei der DJK Eppstein sorgte der FC Arabia, dass es mit einem positiven Gefühl in die Pause ging.
Insgesamt erzielten die Frankenthaler bislang 41 Tore und bekamen 40 Gegentreffer. Bester Torschütze war Abdellatif Sabri mit acht Buden. Am Spielerkader hat sich bei den Frankenthalern im Winter nichts geändert. „Ich hatte seit meiner Zusage mehr Testspiele als Trainingseinheiten“, schmunzelt Neu-Coach Lochbrunner, der es aber positiv findet, dass sein Team viel Spielpraxis sammelte.
Am Freitagabend kommt nun Südwest Ludwigshafen um 19.30 Uhr an den Eichwiesenweg. Von einer Außenseiterrolle seiner Mannschaft will Lochbrunner aber nichts wissen. „Sicherlich ist Südwest sehr ambitioniert. Und jeder weiß, dass Ediz Sari immer gute Mannschaften als Trainer hat. Aber ich weiß, was meine Spieler leisten können. Ich glaube, das könnte ein sehr spannendes Duell werden. Mein Team ist motiviert“, sagt der neue Arabia-Trainer.