Frankenthal LESERBRIEFE AN DIE LOKALREDAKTION:

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Schön, dass man Professor Heiner Monheim beauftragte, das Verkehrsnetz für Fahrradfahrer in Frankenthal einmal zu durchleuchten. Interessant ist, wenn ein Bürger Frankenthals Vorschläge oder Verbesserungen des Radfahr-Netzes anregt, wird dies unter den Tisch gekehrt. Es muss also ein Verkehrswissenschaftler beauftragt werden, der den fahrradfeindlichen Verantwortlichen in der Verwaltung anzeigt, wie viele Mängel im Frankenthaler Radfahrnetz vorliegen. Die Entschärfung von Gefahrenstellen wie zum Beispiel Einfädelung an der Brückenabfahrt Studernheim-Eppstein oder der Ausbau eines Radweges auf der L 524 werden abgelehnt. Anregung durch Herrn Baldauf blieb ohne Wirkung. Vermutlich fahren die Herrschaften im Rathaus kein Fahrrad. Ich bin mir sicher, auch dieser Bericht der RHEINPFALZ geht wieder unter, denn selbst bei der Veranstaltung am Freitag im Dathenushaus war keiner von der Verwaltung anwesend, und das zeigt auf, wie nebensächlich dieses Thema im Frankenthaler Rathaus gesehen wird. Wen wundert’s? Gute und sichere Radwege scheinen bei der Stadtverwaltung in Frankenthal nicht gerade an erster Stelle zu stehen. Der letzte Aufreger war die Einrichtung einer „Querung auf eigene Gefahr“ für Fahrradfahrer zwischen Frankenthal und Bobenheim-Roxheim an der Hauptverbindungsstraße, der L 523 – ausgestattet mit Vorfahrt-Achten-Zeichen für Radfahrer und Fußgänger. Fast ein halbes Jahr lang müssen nun Fahrradfahrer (und Fußgänger) zwischen Frankenthal und Bobenheim-Roxheim die L 523 „auf eigene Gefahr“ überqueren, weil der Radweg gesperrt ist. Der Vorschlag, die Querung durch eine Bedarfsampel sicherer zu machen, wurde abgelehnt, weil das außerhalb von Ortschaften „unüblich“ sei (RHEINPFALZ, 27. Januar 2017). Na, wenn das kein schlagendes Argument ist ... Vielleicht sollte die Stadtverwaltung die Organisation der Kulturtage in die Hände des Veranstalters des Public Viewings in Frankenthal vergeben. Er hat es geschafft, bei der Stadtverwaltung 250.000 Euro loszueisen, also das Zehnfache, das für die Kulturtage zur Verfügung steht. Die Gebührensätze für eine Restmülltonne (grau) mit 110 Liter Inhalt betrugen im Jahr 2016 1455 Euro. Für das Jahr 2017 erhebt die Stadt Frankenthal 1356,48 Euro. Das finde ich gut. Nicht so gut finde ich, dass hier eine Gebührenerhöhung versteckt ist. Sie werden sich fragen, wieso. Ganz einfach. Im Jahr 2016 wurden diese Müllbehälter zweimal monatlich geleert, 2017 nur noch einmal! Das trifft übrigens auf alle Haushalte zu. Es wurden also insgesamt 110 Liter mal 24 = 2640 Liter Restmüll entsorgt. Im Jahr 2017 kommt man somit nur auf 110 Liter mal 12 = 1320 Liter Restmüll. Das bedeutet eine Steigerung der Entsorgungskosten von circa 86 Prozent, wenn die gleiche Menge zugrunde gelegt wird. Dazu kommt, dass bei annähernd gleicher Abfallmenge die Kapazität der vorhandenen Tonnen nicht ausreicht, also noch weitere Tonnen aufgestellt und auch berechnet werden. Dazu summieren sich die Kosten der neu eingeführten Bio-Tonne. Ich finde das einfach unverschämt. Wer macht solche Gebührenordnungen? Hat man das gewissenhaft geprüft? Wurde richtig hingeschaut oder nach den Motto gehandelt, bis die Bürger das merken, ist alles zu spät? Der Ärger, wenn es überhaupt bemerkt wird, ist mit Sicherheit groß. Um gegen solche Beschlüsse eine Beschwerde oder gar Änderung zu veranlassen, fehlt in den meisten Fällen die Kenntnis, der Ansprechpartner und die Courage, etwas zu ändern. So lässt man den Dingen seinen Lauf. Vorteil Stadt Frankenthal. Kann man diesen Zustand überhaupt noch ändern? Wahrhaft eine reife Leistung unserer Stadtverwaltung beziehungsweise ihrer Dienststellen, den Haushalt aufzubessern. Eine Frage habe ich noch. Wenn ein Arbeitnehmer zu Ihnen käme mit der Bitte, den Monatslohn von 1455 Euro auf 1356 Euro zu kürzen, würden Sie sicher zustimmen. Dass er aber nur noch die Hälfte der Zeit arbeiten will, sicher nicht. Hoffnung, dass sich hier etwas ändert, habe ich wenig.

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