Frankenthal Leserbriefe an die Lokalredaktion:

Im natürlichen Jahresverlauf gibt es Regentage und Perioden ohne Niederschlag. Die Anbaugebiete werden durchfeuchtet, beziehungsweise die Nässe sickert ab. Um den Ernteertrag zu erhöhen, wird jährlich umfassend in der Vorderpfalz von März bis Oktober die künstliche Bewässerung von mehr als 16 Millionen Kubikmeter Rheinwasser durch den Beregnungsverband Mutterstadt eingesetzt, mit dem starken Drang der Erweiterung nördlich von Frankenthal. Wenn zum natürlichen Regenwasser zusätzlich in regenschwacher Zeit noch Rheinwasser die Böden der immer zitierten hydrologisch flachen „Frankenthaler Platte“ durchtränkt, werden diese immer stark durchnässt bleiben. Bei Starkregen, wie leider wieder in diesem Jahr geschehen, hat der Boden keine Möglichkeit mehr, das Nass aufzunehmen, und es entstehen die eindrucksstarken Bilder wie in Flomersheim. Der Gewässerzweckverband lsenach, finanziert im Umlageverfahren durch Abgaben der Gemeinden und Landkreise, kann, bei all seinen Bemühungen, das Oberflächenwasser nicht absaugen. (...) In der kurzen Zeitspanne von Starkregen bringt die Nordspange keine Entlastung beziehungsweise die Südspange, wenn sie fertiggestellt ist, auf die einmal wieder alle Hoffnung gesetzt wird. Das Oberflächenwasser muss zuerst in die Entwässerungskanäle, aber auch in das Grundwasser einsickern. Ein kleiner Trost zum Einhalten der WRRL (Wasserrahmenrichtlinien): Durch die größeren Wassermengen verringert sich anteilig die Düngerbelastung der Abflüsse und im Grundwasser (siehe Gutachten, Gewässerbelastung RLPF, SGD Süd).