FRANKENTHAL RHEINPFALZ Plus Artikel Lernzentrum setzt aufs digitale Schließen von Wissenslücken

Mathematik per Webkamera: Ken Brat-Reimann beim Online-Unterricht.
Mathematik per Webkamera: Ken Brat-Reimann beim Online-Unterricht.

Die Debatte darüber, wie die Schulen nach ihrer Schließung Mitte März nun wieder schrittweise hochgefahren werden können, ist in vollem Gange. Viele befürchten Wissenslücken bei Kindern und Jugendlichen – mit entsprechenden Folgen. Ken Brat Reimann, Betreiber des Lernzentrums Capito in der Wormser Straße, hat sich wie andere Mitbewerber darauf eingestellt: Nachhilfeunterricht in Zeiten von Corona geht auch digital.

„Schon in der Woche, bevor die Schulen zugemacht haben, hat sich abgezeichnet, dass Präsenzunterricht erst einmal nicht möglich sein wird“, erinnert sich der 46-jährige Chef des Lernzentrums Capito. Als die Entscheidung fiel, sei klar gewesen, „dass wir umstellen auf online und Telefon“, berichtet Ken Brat-Reimann. Er habe dann mit den Lehrkräften gesprochen, ob sie zu dieser Umstellung persönlich und technisch bereit sind.

Eltern-Resonanz positiv

Für den Nachhilfeunterricht gelte aber unabhängig von den äußeren Rahmenbedingungen: „Es müssen individuelle Lösungen gefunden werden. Deshalb habe ich den Lehrkräften da auch viel Freiraum gegeben, wie sie das jeweils am besten organisieren. Und am Donnerstag nach der Schulschließung fand schon wieder der erste Unterricht statt“, berichtet der aus Mörsch stammende Brat-Reimann.

Die Resonanz der Eltern auf die Reaktion des Studios auf die Corona-Krise sei gut gewesen. Abhängig von den Bedürfnissen der Schüler hätten sich dabei durchaus unterschiedliche Herangehensweisen entwickelt, beispielsweise mit Unterricht über Video-Plattformen. „Wenn dann vorher die Dokumente per E-Mail vorliegen, ist es möglich, da gemeinsam draufzuschauen“, erläutert Ken Brat-Reimann. Die Methoden seien natürlich auch von Fach zu Fach und von Schule zu Schule immer ein bisschen anders.

Kurzfristige Reaktion möglich

Im Gegensatz zu anderen Dienstleistern, die Geschäfte komplett schließen mussten, ist Brat-Reimann froh, „unser Angebot zumindest so weiterführen zu können“. Auch wenn insgesamt die Abläufe für alle Beteiligten schon etwas aufwendiger seien als unter normalen Voraussetzungen. Trotzdem sei es hinzukriegen, auch größere Lücken im Schulstoff wieder zu schließen.

Einen Vorteil allerdings entdeckt auch der Lernzentrum-Chef an der aktuellen Situation. Er und die Lehrkräfte könnten immer mal auch kurzfristig reagieren, wenn Hilfe bei den von der jeweiligen Schule gestellten Aufgaben gefragt sei. „Nach meinem Empfinden funktioniert das sehr gut.“ Er sei „furchtbar stolz“ auf sein Team, sagt der 46-Jährige. „Die setzen das super um.“

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