Filmtipps (4)
Legenden auf der Rennbahn und im Ring
Reiten
Nein, „Seabiscuit“ ist kein schöner, stolzer Hengst. Eher krummbeinig, scheinbar chancenlos. Doch das US-amerikanische Vollblut wird zur Zeit der Weltwirtschaftskrise zu einem der besten Rennpferde, gewinnt in 89 Rennen mit zum Teil spektakulären Rennverläufen 33-mal und bringt seinem Besitzer rund 437.000 Dollar Preisgeld (das entspräche heute über fünf Millionen Dollar). Das Pferd war in dieser Zeit ein Symbol der Hoffnung für viele Amerikaner. Im Film ist die Geschichte des Hengstes gekoppelt an den halb blinden, gescheiterten Jockey Johnny Pollard („Spiderman“ Tobey Maguire), der mit seinem Pferdetrainer Seabiscuit nach einem Unfall wieder aufpäppelt und zurück in die Erfolgsspur führt.
Die DVD kostet 6,99 Euro.
Auch hier erleidet ein Pferd eine Verletzung – und schafft später ein Comeback. „Dreamer – ein Traum wird wahr“ basiert auf der Geschichte des echten Rennpferdes Mariah’s Storm. Im Film bricht sich Soñador, genannt Sonya (spanisch für „Träumer“) ein Bein. Der Besitzer will das Pferd töten lassen. Doch sein Trainer will das nicht zulassen. Seine Tochter Cale (Dakota Fanning) pflegt die Stute gesund, sodass sie sogar wieder Rennen laufen kann.
Die DVD kostet fünf Euro.
Secretariat (1970-1989) wird von vielen als bestes Rennpferd aller Zeiten angesehen. 1973 gewann der Hengst die Triple Crown, eine Dreier-Rennserie. In „Secretariat – Ein Pferd wird zur Legende“ spielt Diane Lane („Untreu“, „Untraceable“) Penny Chenery, die Besitzerin des Pferdes. Sie hat mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen, will aber unbedingt an der Pferdezucht ihrer Eltern festhalten und auch Secretariat nicht verkaufen. Mit seinen Erfolgen rettet sie ihre Familie und ihre Farm.
Die DVD kostet 7,99 Euro, die Blu-ray ab 12,78 Euro.
Segeln
Die USA verlieren 1983 erstmals unter Skipper Dennis Conner den America’s Cup, den renommiertesten Segelwettbewerb der Welt, gegen Australien. „Wind“ mit Matthew Modine („An jedem verdammten Sonntag“, „Full Metal Jacket“) und Jennifer Grey („Dirty Dancing“, „Ferris macht blau“) erzählt davon, wie die Amerikaner versuchen, den Cup zurückzuholen. Modine spielt Will Parker, der den Cup erst verliert und später wieder zurückgewinnt.
DVD und Blu-ray kosten jeweils rund 40 Euro.
„Morning Light“ ist ein Dokumentarfilm von 2008 über die Crew der gleichnamigen Segeljacht. Der Film beleuchtet die Zusammenstellung der jungen Crew (alle sind zwischen 18 und 23 Jahre alt), das Training, das ein halbes Jahr lang dauert, und die anschließende Teilnahme am 44. Transpacific Yacht Race.
Die DVD kostet rund 35 Euro.
Boxen
„Rocky“ ist der Box-Film schlechthin. Die Geschichte von Rocky Balboa (Sylvester Stallone), der aus armen Verhältnissen stammt und dem ungeschlagenen Schwergewichtsweltmeister Apollo Creed (Carl Weathers) einen fantastischen Kampf liefert, dürfte hinlänglich bekannt sein. Fünf mehr oder weniger gelungene Fortsetzungen gab es ebenso wie zwei Spinoffs (Creed, Creed II). Und der Film hat Spuren hinterlassen. Noch heute rennen junge Männer die Treppen zum Philadelphia Museum of Art hinauf und recken oben angekommen wie Rocky die Fäuste in die Höhe. Ganz nebenbei: Der Blick von dort auf die Stadt ist wirklich schön. Am Museum steht auch die Rocky-Statue.
Die DVD-Box mit allen sechs Rocky-Filmen kostet rund 28 Euro, die Blu-ray-Box knapp 20 Euro.
Kaum zu glauben, dass es tatsächlich bis zum Jahr 2001 dauerte, bis sich mit Michael Mann jemand an die Geschichte von Muhammad Ali traute. Seinen „Ali“ spielt Will Smith. Der Film umfasst den Zeitraum von Alis erstem WM-Sieg 1964 bis zum legendären Rumble in the Jungle gegen George Foreman 1974. In dieser Zeit wandelt sich Ali auch von Cassius Clay zum gläubigen Muslim – detailgetreu und ungeschönt. Wer lieber das Original noch mal sehen will, schaut gleich den Dokumentarfilm „When we were Kings“ – Zeit- und Sportgeschichte pur!
Kosten: „Ali“ – DVD 7,45 Euro, Blu-ray 8,97 Euro; „When we were Kings“ – DVD 17,38 Euro.