Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Laubsammlung: Neue Saison, neues Konzept

In einigen Teilen Frankenthals stehen besonders viele Straßenbäume. Dort sammeln sich im Herbst große Mengen Blätter.
In einigen Teilen Frankenthals stehen besonders viele Straßenbäume. Dort sammeln sich im Herbst große Mengen Blätter.

Die Stadt wagt ein weiteres Experiment, um das umstrittene Thema der Laubsammlung im Herbst in den Griff zu bekommen. Ab Ende Oktober/Ende November werden jeweils wochenweise Container in Vierteln und Vororten aufgestellt, wo besonders viele Blätter fallen. So richtig zufrieden war im Stadtrat aber niemand – trotz der Mehrheit für den Versuch.

Nachdem sich der Vorschlag mit einem kostenpflichtigen Laubsack in der Saison 2022/23 „nicht bewährt“ habe, gebe es jetzt ein neues Konzept, erläuterte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) vergangene Woche im Stadtrat. Es sieht acht Standorte in Heßheimer Viertel, Lauterecken, Nordend und Innenstadt vor, an denen der Eigen- und Wirtschaftsbetrieb (EWF) jeweils zweimal mit einem gewissen zeitlichen Abstand Container platzieren will.

Dort könnten die Bürger dann ihren Grünabfall loswerden – zusätzlich zur Sammlung, die der EWF ohnehin in Frühjahr und Herbst anbietet. Die Behälter würden täglich kontrolliert. Die Aktion startet nach Knöppels Darstellung in Kalenderwoche 44 und endet Anfang des neuen Jahres. Erweitert wird das Angebot ihm zufolge jetzt noch um jeweils einen Termin in den Vororten, wo die Container auf den Kerweplätzen stehen werden. Dadurch stiegen die Kosten von rund 15.000 auf 18.750 Euro. Finanziert werde das Ganze über die Abfallgebühren.

Scharfe Kritik der SPD

Als „absolut nicht ausreichend“ kritisierte SPD-Vertreter Adolf-José König den schon im Betriebsausschuss diskutierten Vorschlag. Er befürchte, dieser werde nur einen kleineren Teil der Bevölkerung zufriedenstellen. Ihm fehle beim Thema Laubbeseitigung ein Gesamtkonzept. König: „Wir können so nicht weitermachen.“ AfD-Fraktionsvorsitzender Hartmut Trapp sagte mit Blick auf die geplanten Standorte, dass es auch im Süden der Stadt „immer noch Bäume“ gebe. Mehr Behälter an weiteren Orten wünschte sich auch Günter Goschinak (Grüne/Offene Liste).

Weniger streng zeigte sich CDU-Sprecherin Gabriele Bindert. Die Idee sei ein „Schritt in die richtige Richtung“ und bürgerfreundlicher als frühere Konzepte, insbesondere als der Laubsack. Bürgermeister Knöppel versprach, zusätzliche Standorte zu prüfen, falls sich das neue System in der Praxis bewähre.

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