Adventskalender RHEINPFALZ Plus Artikel Landfrauen gestalten Weihnachtsschmuck aus Altpapier

Engel oder Stern? Bis eins davon fertig ist, müssen Janine Hecht und ihre Tochter Anni einige Arbeitsschritte absolvieren.
Engel oder Stern? Bis eins davon fertig ist, müssen Janine Hecht und ihre Tochter Anni einige Arbeitsschritte absolvieren.

Liebevoll ausgesucht oder selbst gemacht: Beim Schenken zählt die Geste, nicht der Preis. Wir haben in unserem Adventskalender 21 Ideen aus der Vorderpfalz zusammengestellt. Heute lassen die Landfrauen aus Lambsheim Weihnachtliches aus Papier entstehen.

Bergeweise werden Rollen von Toilettenpapier und Eierkartons ins Lambsheimer Haus der Vereine getragen. Wie daraus quasi zum Nulltarif niedliche Weihnachtsengel und stimmungsvolle Tannenbäumchen werden, erklärt Kursleiterin Andrea Jung von Landfrauenverband Pfalz. Das Arbeitswerkzeug: Scheren, Kleber und Stifte. Elf Kinder und deren Mütter und Omas folgen gespannt den Erklärungen der Mediengestalterin.

Soeben drückt die Kursleiterin eine Papierrolle platt und markiert mit dem Lineal Abstände von einem Zentimeter. Die Kindergartenkinder unter den jungen Bastelfreunden sind noch nicht mit der Kunst des Abmessens vertraut. Dabei helfen dann die Mamas und Großmütter. Das Abschneiden mit der Schere ist dafür babyleicht. Jetzt liegen auf jedem Tisch zerschnittene ringförmige Papprollen, deren Einzelteile gleich zu einem Engel zusammenwachsen werden.

Drei zusammengeklebte Ringe, leicht zusammengepresst und somit oval, bilden den Unterleib. Bis zu drei stark zusammengepresste Ringe klebt man darüber. Allen Kindern ist sofort klar, dass dies nur Arme und Flügel sein können. Für den Kopf rät Jung, einen halbierten Ring zu nehmen, und empfiehlt, diesen mit einer Heißklebepistole zu befestigen. Noch ein Tipp: Statt Kleber doppelseitiges Klebeband verwenden, das hält besser und muss nicht trocknen.

Ohne Stern kein Engel

Fehlt noch was? „Der Stern“, ruft Anni, „sonst ist es kein echter Engel.“ Die Dreijährige befestigt noch ein blaues Glitzerband, damit sie ihr Kunstwerk an Weihnachten aufhängen kann. Dann wird es ihr Vater hoffentlich finden. Das Geschenk für Mama Janine Hecht muss dagegen noch warten, weil die Kleine hungrig geworden ist. Die Mutter hat unterdessen schon einen Eierkarton auseinandergeschnitten. Auf die „Türme“ zwischen den Vertiefungen komme es an, erläutert Jung. Schließlich hätten diese bereits die geschwungene Form von Tannenbäumen. Anni klebt fix einen Sektkorken darunter und bemalt das Ganze. „Das wird was“, sagt das Mädchen zufrieden und zeigt ihr Werk der Mutter. Aber nur ganz kurz. An Heiligabend soll sie es dann als Geschenk bekommen.

Dann ist Anni unschlüssig, ob Mama nicht eher einen Stern verdient hätte. Wie man den aus einer Klopapierrolle zaubert, verrät Jung zum Schluss. Wie beim Engel sind ringförmige Streifen zu schneiden, die zu Ovalen zusammengedrückt und an einem Ende befestigt werden. Nach Belieben kann man nun zwischen die sechs bis acht Ovale kleinere plattgedrückte Ringe kleben.

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