Frankenthal Land zahlt Zuschuss

Rund 900 Meter lang ist der erste Isenach-Abschnitt, an dem gearbeitet wird.
Rund 900 Meter lang ist der erste Isenach-Abschnitt, an dem gearbeitet wird.

Die Renaturierung der Isenach bei Mörsch wird vom Land in den ersten beiden Bauabschnitten mit 164.200 Euro bezuschusst. Dabei handle es sich „in etwa“ um den zunächst erwarteten Förderbetrag, teilte auf Anfrage die Stadtverwaltung mit.

Auf dem Abschnitt zwischen B 9 östlich der Vogelsiedlung und der A 6 bei Mörsch soll die Isenach „naturnah“ umgestaltet werden (wir berichteten mehrfach). Im Sommer 2017 hatte die Stadt ihre Planung dazu vorgestellt; im Dezember hatten die Arbeiten in den beiden nördlichen Planabschnitten drei und vier begonnen. Mit den Fördergeldern des Landes aus der Aktion Blau plus werde „das bislang kanalartig ausgebaute Teilstück des Gewässers auf einer Strecke von rund 900 Metern in einen naturnahen Zustand versetzt“, heißt es jetzt in den Erläuterungen des Mainzer Umweltministeriums. Zu den bereits begonnenen Arbeiten zählten Uferabflachungen, das Einbringen von Steinen und Kiesinseln sowie die Schaffung eines Gewässerrandstreifens. Die Stadt hatte zudem angekündigt, neue Obst- und Laubbäume in größerer Zahl zu pflanzen und das Gebiet über einen Spazierweg entlang des Bachs zu erschließen. Abgeschlossen würden die Arbeiten voraussichtlich im kommenden Herbst, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. „Mit den Maßnahmen tragen Land und Stadt dazu bei, dass sich die Uferlinie der Isenach in diesem Bereich möglichst buchtenreich mit einer kleinräumigen Verzahnung von Wasser- und Landflächen ausbilden kann und dadurch eine ökologisch wichtige Wasserwechselzone entsteht“, zitiert das Ministerium Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). „Dies sorgt dafür, dass das Gewässer ein Stück seiner Ursprünglichkeit zurückerhält und sich die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen in und am Wasser weiter verbessern.“ Die erwarteten Kosten für das Gesamtprojekt hatte die Stadtverwaltung vor dem Stadtrat im Juli 2017 auf 740.000 Euro beziffert; dazu erwarte man Landeszuschüsse von insgesamt 377.000 Euro. Mittlerweile gehe man im Rathaus von Gesamtkosten von „gut einer Million Euro“ bis 2019 aus, teilte Pressesprecherin Kathrin Görtz mit. Neben Landesmitteln erhalte die Stadt auch noch Gelder von der BASF „als Ausgleichszahlungen für die Schaffung von Ausgleichsflächen für den Bebauungsplan zwischen B 9 und BASF-Kläranlage“.

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