Frankenthal KSB: Nach Cyberattacke steht Produktion über Ostern still

Ziel eines professionellen Hackerangriffs: der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB.
Ziel eines professionellen Hackerangriffs: der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB.

Um die Systeme nach einem Cyberangriff wieder stabil hochzufahren, stellt der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB bis einschließlich 19. April den Betrieb ein. Das teilt das Unternehmen am Dienstagmittag mit. Weder in der Produktion, noch in der Verwaltung könne derzeit gearbeitet werden. Man habe deshalb in Absprache mit dem Betriebsrat am Montag entschieden, die Mitarbeiter in den Urlaub zu schicken. Es sei KSB erfolgreich gelungen, die Attacke auf die IT-Infrastruktur, die bereits Anfang vergangener Woche bemerkt worden war, abzuwehren. Kein Server sei nachhaltig geschädigt worden. Vorsichtshalber seien alle Systeme heruntergefahren und vom Internet getrennt worden. In einer festgelegten Priorisierung werde die IT nun analysiert und bereinigt. Bis 19. April sollen die Systeme probeweise wieder hochgefahren und in ihrer Stabilität getestet werden. Man gehe davon aus, dass dann ein, wenn auch eingeschränktes Arbeiten, ab 20. April wieder möglich ist. Wie hoch der Schaden durch die Ausfälle ist, könne man derzeit noch nicht abschätzen, sagt Konzernsprecher Wilfried Sauer auf Nachfrage. Bis Montag habe man die Produktion teils normal, teils im Notbetrieb, aufrechterhalten.

KSB ist ein international führender Hersteller von Pumpen und Armaturen. Der Konzern mit seiner Zentrale in Frankenthal ist mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Fertigungsstätten und Servicebetrieben auf allen Kontinenten vertreten. KSB hat im Geschäftsjahr 2021 mit rund 15.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt.

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