Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel KSB investiert zwei Millionen Euro in neuen Wareneingang

Symbolischer Start der Bauarbeiten auf dem Werksgelände (von links): KSB-Direktor Stephan Bross, OB Martin Hebich und Stephan Ti
Symbolischer Start der Bauarbeiten auf dem Werksgelände (von links): KSB-Direktor Stephan Bross, OB Martin Hebich und Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung, greifen zum Spaten.

Schlanke Prozesse und kurze Wege – dieses Ziel verfolgt der Pumpen- und Armaturenkonzern KSB für sein Frankenthaler Stammwerk. Der erste Schritt innerhalb eines 30 Millionen Euro schweren Gesamtpakets ist der neue Wareneingang auf dem Betriebsgelände. Für dieses Projekt ist am Mittwoch der symbolische erste Spatenstich gesetzt worden.

Als Meilenstein für das Fernziel des intern so bezeichneten „Engineered-Werks“ am Standort Frankenthal bezeichnete Stephan Bross, in der KSB-Geschäftsleitung für Produktion und Technik zuständig, das Vorhaben mit rund 2,5 Millionen Euro Investitionsvolumen. Mit der vom sogenannten Wareneingang II erhofften Beschleunigung von Abläufen könne das Unternehmen von Deutschland aus erfolgreich im „hart umkämpften Pumpenmarkt“ mitmischen, sagte Bross.

Der Neubau soll im zweiten Quartal 2021 startklar sein. Platziert ist er in direkter Nachbarschaft des Lagers, um Transportwege im Werk zu verkürzen und letztlich über kürzere Lagerzeiten auch Platz zu sparen, erläuterte Bross. „Das ist eminent wichtig fürs Ersatzteilgeschäft.“ Montage und Motorenwickelei sind seinen Angaben zufolge die nächsten Bereiche, in deren Modernisierung das Management investieren wolle. Für dieses Projekt seien 1,7 Millionen Euro veranschlagt.

„Das wird durchgezogen“

Bross und Stephan Timmermann, der Leiter des KSB-Direktoriums, sprachen beim Spatenstich beide von einem „starken Zeichen“ für das Vertrauen in das Geschäftsmodell und in die Produkte des Unternehmens einerseits, aber auch in das Stammwerk und seine Leistungsfähigkeit andererseits. Timmermann sagte, dass Investitionen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und ihrer Folgen zwar kritisch geprüft würden. „Wovon wir aber mit Blick auf die Zukunft von KSB überzeugt sind, das wird durchgezogen.“

Neben 20 Millionen Euro, die am Standort Frankenthal in ein attraktiveres Arbeitsumfeld fließen, stehen nach Unternehmensangaben etwa 30 Millionen Euro für Instandhaltung und Investitionen in den Produktionsprozess – Zahlen, die Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) sicher gern gehört hat. Er nannte den Auftakt zu den Bauarbeiten „einen guten Tag“ für die Stadt. Der OB lobte, dass sich KSB derzeit nicht scheue zu investieren – für Hebich ein Signal des Glaubens an den Standort und die Mitarbeiter hier.

Geplant hat den Neubau, in dem für den Wareneingang rund 1150 Quadratmeter Hallenfläche und 250 Quadratmeter für Büros vorgesehen sind, das Wormser Büro Projekt 62. Als Herausforderung bezeichnete Architekt Peter Lang die Integration einer bestehenden zwölf Meter hohen Brandschutzmauer.

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