Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel KSB: Duale Studentin aus Halle lernt Stammwerk kennen

KSB Frankenthal, Vivien Stephan, Duale Studentin Maschinenbau aus Halle (Mitte), darf zwei Woche verschiedene Abteilungen des Fr
KSB Frankenthal, Vivien Stephan, Duale Studentin Maschinenbau aus Halle (Mitte), darf zwei Woche verschiedene Abteilungen des Frankenthaler Stammwerks kennenlernen - unter anderem das Innovation Lab. Mit ihr unterhalten sich Thomas Paulus, Leiter Digitale Transformation (links), und Geschäftsführender Direktor Stephan Bross.

Pegnitz, Halle, Frankenthal – auf allen drei Standorten steht KSB drauf und in allen drei Standorten und den Mitarbeitern dort steckt KSB drin. Was aber unterscheidet sie? Vivien Stephan ist dabei, das herauszufinden. Die angehende Maschinenbauerin, die beim Pumpen- und Armaturenkonzern ein Duales Studium absolviert, durchläuft mehrere Stationen im Stammwerk.

Seit ihrer Ankunft in der Pfalz vor einigen Tagen und den ersten Erfahrungen hier ist der 22-Jährigen aus Halle (Sachsen-Anhalt) eins besonders aufgefallen: Während KSB in Frankenthal und Umgebung vielen ein Begriff ist und es eine hohe Identifikation mit dem größten industriellen Arbeitgeber der Stadt gibt, sei das Unternehmen in ihrer Gegend gar nicht so bekannt. Dass sie genau in dieser Firma ihre berufliche Laufbahn starten würde, habe sich dennoch früh abgezeichnet: als sie in der zehnten Klasse bei den ersten Schritten in Sachen Berufswahl auf einer Messe den Ausbildungsleiter des Hallenser Werks kennengelernt habe.

„Er hat mich von allen anderen, die dort vertreten waren, am meisten überzeugt“, erinnert sich Vivien Stephan. Dass es in Richtung Maschinenbau gehen soll, das ist für die Schülerin eines Gymnasiums mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt da schon sonnenklar. Nach zwei Betriebspraktika und dem Abitur wird sie Teil der KSB-Familie. Und einer, auf den die Verantwortlichen im Konzern große Stücke halten. Rüdiger Köpp, Ausbildungsleiter in Frankenthal, zählt auf: Die Ausbildung zur Industriemechanikerin hat Stephan jeweils mit der Note „sehr gut“ geschafft. Sie repräsentiert die Firma bei Ausbildungsmessen. „Alles, was sie anpackt, ist zielorientiert“, lobt Köpp.

Von Dimensionen „geplättet“

Dieses Profil ist es, das der jungen Frau nun den Aufenthalt im KSB-Stammwerk verschafft und damit die Möglichkeit, in Bereiche hineinzuschnuppern, die es so in Halle nicht gibt – beispielsweise seit dieser Woche das im sogenannten Loft untergebrachte Innovationslabor, das zum Verantwortungsbereich von Thomas Paulus, Leiter Digitale Transformation, gehört. Stephans Zwischenfazit: „Wir bauen in Halle auch große Pumpen, aber von den Ausmaßen hier, beispielsweise denen des Prüffeldes, bin ich schon geplättet.“

Dass sich ihre Bachelorarbeit mit Pumpen und Strömungsdynamik beschäftigen wird, versteht sich da mehr oder weniger von selbst. Aber was fasziniert sie daran? Vivien Stephan nennt vor allem die Vielseitigkeit der Anwendungen: KSB-Pumpen sorgten beispielsweise dafür, dass die Lagunenstadt Venedig nicht vollaufe. Ohne die Aggregate funktioniere aber auch kein Kraftwerk. Die Begeisterung für das Hauptprodukt ihres Arbeitgebers teilt sie mit Stephan Bross, dem für Technologie, Produktion und Digitalisierung zuständigen Geschäftsführenden Direktor.

Konkurrenz um Talente

Bross nennt dieses Geschäftsfeld beim Gespräch mit der 22-Jährigen am Montag „spannend und zukunftssicher“. Solange es niemand schaffe, Flüssigkeiten von einem zum anderen Ort zu „beamen“, wie der Ingenieur humorvoll anmerkt, gebe es für diesen Zweck keine andere technische Lösung als die Pumpe. Deren mechanische Teile bestmöglich zu konstruieren und zu produzieren, sei KSB-Kernkompetenz. Die wiederum werde mit intelligenten, kommunizierenden Komponenten für Steuerung und Wartung digital ergänzt.

Um das alles weiterzutreiben, braucht KSB nach Bross’ Überzeugung dringend schlaue Köpfe mit Spaß an Naturwissenschaften. Den bei Jungen und Mädchen gleichermaßen zu wecken, sei der Grund, warum sich der Maschinenbauer in Initiativen wie der „Wissensfabrik“ engagiert, wo auf den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonderes Augenmerk liegt. Für den erfolgreichen Kampf um Talente, in dem KSB mit den ganz Großen der deutschen Industrie konkurriere, sei ein attraktives Umfeld extrem wichtig, sagt Bross. Dazu zählt er Aufenthalte wie den von Vivien Stephan.

Das Duale Studium, das die junge Frau durchlaufe und das KSB bereits seit 40 Jahren anbiete, bezeichnet Rüdiger Köpp mit seiner Kombination aus Praxis und Theorie als Erfolgsmodell. Stephans Weg sei sogar noch anspruchsvoller, weil sie an ihrer Hochschule in Hof ein Verbundstudium absolviere, das die Ausbildung zur Industriemechanikerin beinhalte. Das bedeutet: In den Semesterferien geht es zusätzlich in den Betrieb, die Prüfungsvorbereitungen laufen parallel zum Studium. Köpp: „Das muss man wirklich wollen.“

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