Frankenthal
KSB-Aufsichtsrat: Arbeitnehmer fechten Wahl an
Einer möglichen Entscheidung ist im arbeitsrechtlichen Verfahren zunächst ein Gütetermin vorgeschaltet, bei dem der Versuch einer Einigung stattfindet. Gegenstand des Streits ist die Wahl der sechs Arbeitnehmervertreter im zwölfköpfigen Aufsichtsgremium des Frankenthaler Maschinenbaukonzerns im April. Organisiert wird die Kür über alle deutschen Unternehmensstandorte hinweg vom Betriebswahlvorstand. Offenbar hegen die Beschwerdeführer Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung der Wahl.
Augustin neue Stellvertreterin
Geführt wird der Aufsichtsrat von Bernd Flohr. Prominenteste Vertreterin der Arbeitnehmerseite und Stellvertreterin Flohrs ist Claudia Augustin, Betriebsratsvorsitzende am KSB-Standort Pegnitz. Sie folgt in dieser Funktion dem Frankenthaler Amtskollegen und Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats, René Klotz. Sein Stellvertreter im Stammwerk, Jürgen Walther, ist neu im Kreis der zwölf Aufsichtsräte.
Chefs hoffen auf schnelle Klärung
Die Unternehmensseite sieht sich vom Streit einstweilen nicht weiter betroffen: „Sollten Fragen hinsichtlich der korrekten Wahldurchführung bestehen, so ist es natürlich im Interesse der Unternehmensleitung, diese schnellstmöglich klären zu lassen“, teilt eine Sprecherin am Montag auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Die Anfechtung beeinträchtige die Handlungsfähigkeit des Aufsichtsrates „in keiner Weise“.