Handball
Kreisklasse A: SC Bobenheim-Roxheim zieht Herrenteam zurück
Wer in diesen Tagen auf den Spielplan der Handball-Kreisklasse A1 schaut, sieht zum einen Ergebnisse von einigen Partien. Zum anderen sind aber auch ein paar Spiele abgesetzt. Wer genau hinschaut, der vermisst die Partien des SC Bobenheim-Roxheim. Scrollt man etwas weiter runter, entdeckt man den SC noch. Als Letzten in der Tabelle auf Platz zehn – keine Punkte, keine Tore.
Dabei hat der SC bislang am Spielbetrieb in dieser Saison teilgenommen. Doch jetzt geht das nicht mehr. Der Verein hat das Team zurückgezogen. Das hat auch, aber nicht nur mit Corona zu tun. Denn in der Mannschaft oder im Umfeld habe man damit nicht großartig zu kämpfen gehabt, sagt Spielertrainer Bastian Puppe. Lediglich bei den Gegnern habe es mal zwei, drei Fälle gegeben.
Der Corona-Anteil
Doch selbstverständlich hat Corona seinen Anteil daran, dass der SC nun nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt. Denn die Partien, die die Gegner abgesagt haben, zum Beispiel weil sie einen Corona-Fall im Team haben, müssen nachgeholt werden. Das passiert in der Regel unter der Woche.
Und da fangen die Schwierigkeiten für eine Freizeitmannschaft, die sich aus Studenten, Schichtarbeitern und anderen Berufstätigen zusammensetzt, eben an. „Wir mussten immer schauen, dass wir zehn Leute zusammenbekommen“, sagt Puppe. Einige Spieler wollten den Aufwand, denn die 2G-plus-Regel bedeutet, nicht mitmachen. Dann kam noch hinzu, dass der etatmäßige Stammtorwart Pascal Spiegel mit einer Daumenverletzung ausfällt. „Es ist schon was anderes, einen sicheren Rückhalt im Tor zu haben, oder einen, der sagt: dann mache ich das halt mal“, erläutert Puppe.
Schwierige personelle Situation
Das Ende des Herren-Handballs beim SC Bobenheim-Roxheim soll das aber nicht sein, sagt Bastian Puppe. Der Trainingsbetrieb gehe weiter. Und in der nächsten Saison wolle man wieder eine Mannschaft an den Start bringen, egal, in welcher Klasse. „Wenn der Verband sagt, dass wir in der Kreisklasse B anfangen müssen, wollen wir auch das machen“, betont Puppe.
Die personelle Situation werde nicht einfacher, meint der Spielertrainer. „Der eine oder andere wird wohl wegfallen“, befürchtet er. Aber er hofft auch auf zwei Rückkehrer. „Wenn es klappt, melden wir eine Mannschaft. Hoffentlich unter besseren Bedingungen. Mal schauen, wie es im Sommer aussieht.“
Eine Geduldsfrage
15, 16 Mann brauche man schon regelmäßig für den Spielbetrieb. „Zu Saisonbeginn hatten wir 20 auf dem Papier. Aber ruckzuck waren es dann nur noch zwölf oder 13.“ Entsprechend habe es auch sportlich nicht gerade rosig ausgesehen. „Gegen Teams, die auch unten drin standen, haben wir die Spiele anfangs noch eng gestaltet. Dann haben die Wechselmöglichkeiten gefehlt. Ab Mitte der zweiten Halbzeit sind wir dann regelmäßig eingebrochen“, erläutert Puppe. Zum Zeitpunkt des Rückzugs war der SC Schlusslicht.
Er rechne der Mannschaft hoch an, dass sie immer weitergemacht und nie zu kämpfen aufgehört habe. Aus dieser Einstellung speist Puppe auch die Zuversicht, dass es weitergeht mit Herren-Handball beim SC. Beim Blick auf die Jugend ist noch etwas Geduld gefragt. „Das nächste Team ist die C-Jugend. Es dauert noch drei, vier Jahre, bis da was nachrückt.“