Frankenthal
Konzert: Werke von Beethoven, Schumann und Draeseke
Es sind keine leichten Stücke, die sich die beiden Frankenthaler Wolfgang Müller-Steinbach und Martin Merger, die über einen Artikel in der RHEINPFALZ zueinander fanden, für ihr erstes Konzertprogramm ausgesucht haben. Gespielt hat es das Duo vor Kurzem schon einmal vor Publikum in Bad Rodach auf Einladung der Felix-Draeseke-Gesellschaft. Dort habe das Programm, das Werke aus Klassik sowie Hoch- und Spätromantik umfasst, stürmischen Beifall geerntet, berichtet Müller-Steinbach.
Jugendlich-schwungvolle Beethoven-Sonate
Mit Schumanns selten gespielter Sonate a-Moll op. 105 wird ein Spätwerk des Komponisten aus dem Jahr 1851 zu hören sein, das in stetem Wechsel schwärmerisch-gesangliche und dramatisch-erschütternde Passagen enthält. „Die Sonate ist gemein schwer, vor allem für den Violinisten“, erklärt Müller-Steinbach. Beethovens erste, jugendlich-schwungvolle Violinsonate D-Dur op. 12/1 – die kürzeste des Komponisten – und die hochdramatische „Szene“ op. 69 des Spätromantikers Felix Draeseke komplettieren das gut einstündige Programm. Die „Szene“ sei ein Werk voller Virtuosität und Klangpracht, betont Müller-Steinbach.
Die beiden Musiker freuen sich auf die „vorzügliche Akustik“ der Versöhnungskirche. Mergers Meistergeige werde wunderbar zur Geltung kommen, sagt Müller-Steinbach, und der historische Blüthner-Flügel habe ja bereits bei einem Klavierabend seine besondere Qualität bewiesen.