Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar zum verschobenen Strohhutfest: Logische Konsequenz

Eine Menschenmenge – wie hier beim Grabowsky-Konzert 2019 – wird es in allernächster Zukunft auf dem Frankenthaler Rathausplatz
Eine Menschenmenge – wie hier beim Grabowsky-Konzert 2019 – wird es in allernächster Zukunft auf dem Frankenthaler Rathausplatz nicht geben.

Leicht ist es der Stadtspitze gewiss nicht gefallen, aber zum Verschieben des Strohhutfests, gibt es – Stand heute – keine vernünftige Alternative.

Den Frankenthalern ihre vier Tage Strohhutfest über Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam zu nehmen – in normalen Zeiten würde das für heftige Eruptionen sorgen. Aber es sind keine normalen Zeiten. Aktuell ist für niemanden absehbar, wann die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus gebannt sein wird. Deswegen konnte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) gar nicht anders entscheiden und hat das Fest vorerst von Mai auf einen späteren Termin im Jahr verschoben.

Bis zu 250.000 Menschen jeden Alters an einem Wochenende dicht gedrängt auf der Meile zwischen den Toren – allein die Vorstellung wirkt angesichts der zurzeit geltenden Kontaktbeschränkung unwirklich. Schmerzhaft ist dieser nachvollziehbare Schritt natürlich trotzdem: Die vorläufige Absage des Termins Ende Mai trifft die Beschicker hart – die professionellen genauso wie die Vereine mit ihren Zelten. Ihnen brechen fest eingeplante Umsätze weg. Die Folgen: unabsehbar, wie die der Corona-Krise insgesamt.

Auch die Bands, für die das Strohhutfest die große Bühne, mitunter den Auftritt des Jahres darstellt, sind bestimmt sehr traurig. Umso wichtiger ist aber die Perspektive, dass der sprichwörtliche Innenstadtbelastungstest nach Möglichkeit in diesem Jahr nachgeholt wird. Und wenn das klappt, Frankenthal, dann lassen wir es richtig krachen! Versprochen?

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